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Harry Pepl * 1945  † 2005

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Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. 26. Juli 1994 · Bericht

    Kronen Zeitung (Seite 18): „Musikalischer Grenzgänger lehrt an ‚NÖ Jazzakademie‘“

    Kürzel „D. S.“

    Vorbericht zur sechsten NÖ Jazzakademie auf Schloss Zeillern (31. Juli bis 6. August 1994), einem Weiterbildungsseminar für angehende Berufsmusiker. Als prominentester Referent wird Pepl vorgestellt, der mit seinem Quartett am Sonntag, 31. Juli, um 21 Uhr das Eröffnungskonzert spielt.

    Gitarrist und Komponist Harry Pepl gilt als musikalischer Grenzgänger und spielte schon mit Jazzgrößen wie Benny Goodman, Dave Holland, Dave Liebman oder Jack de Johnette.

    Der Musiker der Spitzenklasse wird mit seinem Quartett auch das Eröffnungskonzert am 31. Juli ab 21 Uhr spielen.

  2. 10. Februar 1998 · Interview

    Wiener Zeitung (Seite 4, Rubrik „Jazzignal“): „Echtzeitkompositionen“

    Christian Rösner

    Porträt mit Gespräch zum Klavieralbum „Flow“ (PAO Records). Nach seiner zweiten Hirnblutung (im Artikel „Gehirnblutung“) und einer Pause hat Pepl das Klavier zu seinem Instrument gemacht und sein Real-Time-Composing weiterentwickelt. Er erzählt, er habe sich für die Aufnahme in einen Wiener Konzertsaal gesetzt (der Text nennt den Bösendorfersaal), einen Ton gespielt und sich von der Akustik leiten lassen, und erinnert an ein unvorbereitetes Festivalkonzert mit Jack DeJohnette.

    Den Gitarristen und Komponisten Harry Pepl kann man wohl als eigenständigste und dabei auch als kompromißloseste Jazzstimme Österreichs bezeichnen.

    Mir war wichtig, Musik zu spielen, die wirklich von innen herauskommt und die im Moment passiert

    1998 über das Real-time Composing am Klavier

    Harry Pepl

    ich habe einen Ton gespielt, dann den zweiten, und spätestens beim Dritten hat Jack genau gewußt, wo ich bin, und wir waren zusammen.

    Über ein Festivalkonzert mit Jack DeJohnette ohne gemeinsame Vorbereitung, im Gespräch 1998

    Harry Pepl

    Pepls fließende Echtzeitkompositionen auf „Flow“ sind jedenfalls voller Energie und Ehrlichkeit; im Ausdruck verständlich und vielsagend.

    Musik ist mein Leben, und ich kann nicht nicht spielen

    1998 im Gespräch mit der Wiener Zeitung über die Zeit nach seiner zweiten Hirnblutung 1994: Ans Gitarrespielen war zunächst nicht zu denken, also wandte er sich dem Klavier zu, daraus entstand das Album „Flow“; das doppelte „nicht“ ist gewollt

    Harry Pepl