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1990 · Sonstiges · EN
Amadeo (CD-Booklet): Liner Notes und Credits zu „Schönberg Improvations“
Harry Lachner
Englischsprachiger Booklettext von Harry Lachner zur CD „Schönberg Improvations“ (Amadeo 843 086-2, PolyGram Wien, 1990). Lachner beschreibt das Paradox der Platte: Pepl, früher an einer modifizierten Ovation-Gitarre erkennbar, arbeitete später mit Samples auf der MIDI-Gitarre; hier aber steuert er von der Gitarre aus einen echten Bösendorfer-Flügel an, nur „The Last Bars Of Mankind“ klingt anders. Er nennt das „a most radical use of technology“ und zitiert Dave Liebman über den Drang, die Grenzen des Instruments zu überschreiten. Die Klavierspur sei vollständig improvisiert, angeregt von Aufnahmen der Klavierwerke Arnold Schönbergs; der Lyrismus von „Alone Is A Golden Stone“ und der tranceartige 4/4-Groove von „Magnet Resonance“ stünden inmitten hochabstrakter, atonaler Stücke. Schluss mit Glenn Gould als weiterer Inspirationsquelle. Dazu die Credits: Aufnahme November 1989 im Sing Sang-Studio, Wien, Tontechnik Richard Österreicher jun., digitaler Schnitt „Ton Eichinger“, Produktion Harry Pepl, Executive Producer Wulf Müller, Verlag Antenna Music; Dank an Peter Lemell und die Techniker von Bösendorfer sowie an AKG; Coverkonzept Marie-Luise Rausch, Fotografie und Gestaltung Wolfgang Plenk, Fotos im Booklet Fischnaller. Im Scan fehlt eine Textseite zwischen „(hence“ und „deconstruction of old and worn-out musical patterns“.
a most radical use of technology: to play on a midi guitar connected to a computer just to return to a natural, acoustic sound
The simulation is complete, the circle is fullfilled and we should not be puzzled by the technical method but by the musical result.
Austrian guitarist Harry Pepl has gone a long and imperturbable way.
And yet, it is not a sampled sound, it's a Bösendorfer grand piano - played on the guitar.
the lyricism of "Alone Is A Golden Stone", the trance like 4/4 groove of "Magnet Resonance" are organically embedded into a context of highly abstract, atonal pieces.
If you're a great instrumentalist, you want to be able to express anything of the instrument, even beyond the instrument. It's not an instrument any more but an expression.
Dave Liebman