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Harry Pepl * 1945  † 2005

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Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. 24. Mai 1994 · Kritik

    Kronen Zeitung (Seite 17): Kurzkritik vom Innviertler Jazzfestival in Raab

    Kürzel „CT“ (vermutlich Chris Thommark)

    Bericht vom dritten Tag (Sonntag, 22. Mai 1994) des Innviertler Jazzfestivals in der Rothuberhalle in Raab: Jack DeJohnette steigt spontan bei Idris Muhammads Afro Beat ein und spielt später im Duo mit Pepl, der am Gitarrensynthesizer mit DeJohnette an Klavier und Schlagzeug Dialoge führt.

    Zwischen Piano und Schlagzeug wechselnd, führte er mit Harry Pepl am Gitarrensynthesizer Dialoge.

    Das waren Klangmeditationen zwischen ausufernd und konzentriert, in lyrischer Einsamkeit und orchestraler Klangfülle.

    Kürzel CT (vermutlich Chris Thommark)

  2. 24. Mai 1994 · Kritik

    Der Standard (Seite 10): „Zwischen Räucherstäbchen-Blues und festlicher Marching-Band-Tarnung“

    Ljubiša Tošić

    Festivalkritik aus Raab mit Dr. John, Ray Anderson und der Dirty Dozen Brass Band. Abseits des Nostalgischen hebt Tošić die Live-Session von Jack DeJohnette (Schlagzeug und Klavier) und Harry Pepl hervor.

    Da gaben etwa Schlagzeuger/Pianist Jack deJohnette und Gitarrist Harry Pepl eine Live-Session.

    ergaben sich doch Intensitäts-Szenen, auf die man keinesfalls verzichten wollte

  3. 26. Mai 1994 · Kritik

    Salzburger Nachrichten (Seite 8): „Neue Symptome einer Krankheit“ (Das Jazzfestival in Raab ist als „Innviertler Jazzfestival“ wiederauferstanden)

    Wolfgang Lamprecht

    Bilanz des ersten Innviertler Jazzfestivals, das Paul Zauner nach dem Ende des Vereins Kunst und Kultur Raab mit einem eigenen Verein fortführte. Lamprecht hebt Jack DeJohnette hervor, der sich vor allem als Pianist zeigte und am Schlagzeug ein intimes Duo mit Pepl spielte.

    als kongenialer Improvisator am Schlagzeug im spannend intimen Zwiegespräch mit dem Saitenelektroniker und kreativen Klangfärber Harry Pepl

  4. 8. Juni 1994 · Sonstiges · SK

    Hudobný život (slowakische Musikzeitschrift): Nr. 11: „Infojazz č. 2/94“, Abschnitt „Súťaže, dielne a festivaly v zahraničí“ (Wettbewerbe, Workshops und Festivals im Ausland)

    Yvetta Lábska (Slowakische Jazzgesellschaft)

    Die Jazzseite der Slowakischen Jazzgesellschaft meldet das Jazzfestival in Raab, Oberösterreich, vom 20. bis 23. Mai 1994 (Pfingsten) mit den Brecker Brothers, dem Quintett von Archie Shepp und Arthur Blythe, Jack DeJohnette, dem Ray Anderson Quartet, dem Dave Holland Quartet, David Murray, Randy Weston und anderen, darunter Harry Pepl im Duo mit Jack DeJohnette.

    Jazz Festival Raab, 20.-23. 5. 1994 (Pfingsten). Na festivale v Rakúsku vystúpili […] Harry Pepl v duu s Jack de Johnette

    Kurzmeldung der Slowakischen Jazzgesellschaft auf der Jazzseite der slowakischen Musikzeitschrift „Hudobný život“ vom Juni 1994 über das Jazzfestival in Raab, Oberösterreich (heute INNtöne), zu Pfingsten 1994; „Jack de Johnette“ wie gedruckt. Auf Deutsch: „Jazz Festival Raab, 20. bis 23. Mai 1994 (Pfingsten). Beim Festival in Österreich traten auf […] Harry Pepl im Duo mit Jack DeJohnette“

  5. 26. Juli 1994 · Bericht

    Kronen Zeitung (Seite 18): „Musikalischer Grenzgänger lehrt an ‚NÖ Jazzakademie‘“

    Kürzel „D. S.“

    Vorbericht zur sechsten NÖ Jazzakademie auf Schloss Zeillern (31. Juli bis 6. August 1994), einem Weiterbildungsseminar für angehende Berufsmusiker. Als prominentester Referent wird Pepl vorgestellt, der mit seinem Quartett am Sonntag, 31. Juli, um 21 Uhr das Eröffnungskonzert spielt.

    Gitarrist und Komponist Harry Pepl gilt als musikalischer Grenzgänger und spielte schon mit Jazzgrößen wie Benny Goodman, Dave Holland, Dave Liebman oder Jack de Johnette.

    Der Musiker der Spitzenklasse wird mit seinem Quartett auch das Eröffnungskonzert am 31. Juli ab 21 Uhr spielen.

  6. 24. Dezember 1996 · Bericht

    Wiener Zeitung (Seite 4, Rubrik „Jazzignal“): „Swinging Christmas!“

    Christian Rösner

    Weihnachtliche Umfrage unter österreichischen Jazzmusikern nach ihrer Musik zum Heiligen Abend, unter anderen Peter Legat, Andy Manndorff, Harry Sokal, Art Farmer und Christian Muthspiel. Der „Supergitarrero“ Pepl antwortet spontan mit „Stille Nacht“ und nennt daneben Sting, Jack DeJohnette, Weather Report und Klassik.

    Was ich zu Weihnachten höre? Na, Stille Nacht!

    Seine spontane Antwort auf eine Weihnachtsumfrage der Wiener Zeitung unter Jazzmusikern, 1996; daneben nannte er Sting, Jack DeJohnette, Weather Report und Klassik

    Harry Pepl

  7. 10. Februar 1998 · Interview

    Wiener Zeitung (Seite 4, Rubrik „Jazzignal“): „Echtzeitkompositionen“

    Christian Rösner

    Porträt mit Gespräch zum Klavieralbum „Flow“ (PAO Records). Nach seiner zweiten Hirnblutung (im Artikel „Gehirnblutung“) und einer Pause hat Pepl das Klavier zu seinem Instrument gemacht und sein Real-Time-Composing weiterentwickelt. Er erzählt, er habe sich für die Aufnahme in einen Wiener Konzertsaal gesetzt (der Text nennt den Bösendorfersaal), einen Ton gespielt und sich von der Akustik leiten lassen, und erinnert an ein unvorbereitetes Festivalkonzert mit Jack DeJohnette.

    Den Gitarristen und Komponisten Harry Pepl kann man wohl als eigenständigste und dabei auch als kompromißloseste Jazzstimme Österreichs bezeichnen.

    Mir war wichtig, Musik zu spielen, die wirklich von innen herauskommt und die im Moment passiert

    1998 über das Real-time Composing am Klavier

    Harry Pepl

    ich habe einen Ton gespielt, dann den zweiten, und spätestens beim Dritten hat Jack genau gewußt, wo ich bin, und wir waren zusammen.

    Über ein Festivalkonzert mit Jack DeJohnette ohne gemeinsame Vorbereitung, im Gespräch 1998

    Harry Pepl

    Pepls fließende Echtzeitkompositionen auf „Flow“ sind jedenfalls voller Energie und Ehrlichkeit; im Ausdruck verständlich und vielsagend.

    Musik ist mein Leben, und ich kann nicht nicht spielen

    1998 im Gespräch mit der Wiener Zeitung über die Zeit nach seiner zweiten Hirnblutung 1994: Ans Gitarrespielen war zunächst nicht zu denken, also wandte er sich dem Klavier zu, daraus entstand das Album „Flow“; das doppelte „nicht“ ist gewollt

    Harry Pepl