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Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.
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11. Juni 1984 · Sonstiges
moers festival, Festivalarchiv (online): Archiv 1980 bis 1989: 11. Juni 1984, Eissporthalle
Das Online-Archiv des moers festival (internationales Festival für Jazz und improvisierte Musik in Moers, Nordrhein-Westfalen, Deutschland) führt für das Festival von Freitag, 8., bis Pfingstmontag, 11. Juni 1984, am letzten Tag in der Eissporthalle „Airmail (AUT)“ mit Wolfgang Puschnig, Karl „Bumi“ Fian, Mike Richmond und Wolfgang Reisinger, am selben Abend wie Pension Winnetou, Yoshiaki Fujikawa & Eastasia Orchestra und das 29th Street Saxophone Quartet. Pepl steht nicht in dieser Besetzungszeile; nach Nikolaus Kohler spielte er mit.
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10. Mai 1986 · Programmheft · FR
Jazz sous les pommiers, Festivalarchiv (online): „Air Mail“ (Programm der 5. Ausgabe, Samstag, 10. Mai, 21 Uhr, Théâtre)
Eintrag im Online-Archiv von Jazz sous les pommiers, dem Jazzfestival in Coutances (Normandie, Frankreich), zur 5. Ausgabe vom 3. bis 10. Mai 1986: Air Mail mit Wolfgang Puschnig (Saxophon), Harry Pepl (Gitarre), Mike Richmond (Kontrabass) und Wolfgang Reisinger (Schlagzeug) spielt am Schlussabend, Samstag, 10. Mai, um 21 Uhr im Theater, am selben Abend wie die Eddy Louiss Big Band und Blue Lips. Der Programmtext stellt die Band als „zwei Wiener“ aus dem Vienna Art Orchestra, einen renommierten Bassisten aus den USA und Pepl als „neuen Star“ der gitarrenbegeisterten Jazzfans vor und kündigt das erste Konzert von Air Mail in Frankreich an.
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Tel est Air Mail qui se posera à Coutances pour son premier concert en France.
Programmtext des Festivals Jazz sous les pommiers zum Konzert von Air Mail am 10. Mai 1986; „se poser“ heißt landen, passend zum Bandnamen Air Mail (Luftpost). Auf Deutsch: „So ist Air Mail, die in Coutances zu ihrem ersten Konzert in Frankreich landet.“
la nouvelle star des “jazzeux branchés-guitare”
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15. Mai 1986 · Radio · FR
Radio France, „Concert de jazz“ (Mitschnitt im INA-Katalog): „Concert de Air Mail“
André Francis (Produktion)
Konzertmitschnitt von Radio France vom Donnerstag, 15. Mai 1986: Air Mail mit Wolfgang Puschnig (Flöte, Altsaxophon, Oboe), Harry Pepl (Gitarre), Mike Richmond (Kontrabass) und Wolfgang Reisinger (Schlagzeug), 1 Stunde 22 Minuten.
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Die Titelliste nennt von Pepl „Mulwolf“ (nach Angabe Daniel Pepls „Das Auge des Maulwurfs“), „Light blue blues“ (Halley's Comet Light Blue Blues), „The man in the old sea“ und „Bike breaker“ (Radlbremser), dazu „Nudnicks“ und „A prayer for peace“. Die Sammelnotiz desselben Tages (PHY11006057_00) stellt Air Mail neben das Trio von Ray Anderson, „enregistré le 15 mai 1986 à Paris“, und das Orchestre National de Jazz unter François Jeanneau. Die Chronik nennt für das Konzert im Pariser Club New Morning Mittwoch, den 14. Mai; ob es derselbe Abend ist, ist offen. Notiz PHY14005647 im Katalog des INA (Institut national de l'audiovisuel); hören lässt sich der Mitschnitt nur vor Ort in der INAthèque, eine Kopie gibt sie nicht ab.
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15. Mai 1986 · Radio · FR
Radio France, „Concert de jazz“ (Mitschnitt im INA-Katalog): „Concert de jazz : [émission du 00/00/00]“
André Francis (Produktion)
Sammelsendung von Radio France (öffentlich-rechtlicher Hörfunk Frankreichs) mit drei Konzertmitschnitten, die das INA (Institut national de l'audiovisuel), das Archiv des französischen Rundfunks und Fernsehens, auf Donnerstag, 15. Mai 1986, datiert, zusammen 3 Stunden 39 Minuten. Den Anfang macht das Trio des Posaunisten Ray Anderson mit Mark Helias (Kontrabass) und Gerry Hemingway (Schlagzeug), laut Notiz „enregistré le 15 mai 1986 à Paris“, also am 15. Mai 1986 in Paris aufgenommen. Es folgen Air Mail mit Wolfgang Puschnig (Flöte, Altsaxophon, Oboe), Harry Pepl (Gitarre), Mike Richmond (Kontrabass) und Wolfgang Reisinger (Schlagzeug), 1 Stunde 22 Minuten, und zum Schluss das Orchestre National de Jazz, das nationale Jazzorchester Frankreichs, unter François Jeanneau. Den Ort Paris nennt die Sammelnotiz nur beim Trio von Ray Anderson; die Titelliste von Air Mail steht in der eigenen Notiz zu diesem Teil (PHY14005647). Die Chronik nennt für das Konzert von Air Mail im Pariser Club New Morning Mittwoch, den 14. Mai; ob der Mitschnitt von diesem Abend stammt, ist offen. Notiz PHY11006057_00 im Katalog des INA; hören lässt sich die Sendung nur vor Ort in der INAthèque, eine Kopie gibt sie nicht ab.
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20. Juni 1986 · Bericht
Gemeindeblatt für den Bezirk Landeck, Nr. 25: „Jazz-Formation »Air Mail« gastiert in Landeck“
Vorschau im Gemeindeblatt für den Bezirk Landeck (Tirol, Österreich), einem Lokalblatt, das an alle Haushalte ging, auf das Konzert von Air Mail am Donnerstag, 19. Juni 1986, um 20.30 Uhr im Hotel Sonne in Landeck, das letzte vor der Sommerpause.
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Der Steckbrief der Band nennt als Gründungsjahr 1984, das internationale Debüt beim New Jazz Festival Moers und bei Festivals in Köln und Warschau, die LP „Prayer for Peace“ (1985) und die Tournee im Mai und Juni 1986 durch die Schweiz, Deutschland, Frankreich und Österreich mit den Festivals in Coutances, Amiens, Maur bei Zürich und Neuwied sowie Einladungen nach Istanbul, Ankara und Basel. Dazu kommen vier Pressestimmen auf Englisch, Polnisch, Französisch und Deutsch, ohne Angabe der Medien, und ein Gruppenfoto von Rainer Rygalyk.
»Air Mail«, eines der besten zeitgenössischen Quartette der europäischen Jazzszene gastiert.
Vielbeachtetes internationales Debut am »New Jazz Festival Moers« und an den Festivals Köln und Warschau.
Air Mail was the most enjoya[ble] discovery of the festival
Englischsprachige Pressestimme zu einem Festivalauftritt von Air Mail, Medium und Jahr nicht genannt; das Gemeindeblatt für den Bezirk Landeck druckte sie 1986 vor dem Konzert im Hotel Sonne. Die Ergänzung in eckigen Klammern betrifft den abgeschnittenen Rand des Drucks. Auf Deutsch: „Air Mail war die erfreulichste Entdeckung des Festivals.“
idealny kwartet jazzowy..j[e]dem tchem podajema przykła[d] kwartetu John Coltrane z lat 6[0]tych.
Polnische Pressestimme, Medium und Jahr nicht genannt. Wortlaut wie 1986 im Gemeindeblatt für den Bezirk Landeck gedruckt, mit Abschreibfehlern, Ergänzungen am Rand in eckigen Klammern. Auf Deutsch etwa: „ein ideales Jazzquartett … in einem Atemzug nennen wir als Beispiel das Quartett von John Coltrane aus den 60er Jahren“
Air Mail s'impose comme l'u[n] des quartets les plus excitants de scène européene.
Französischsprachige Pressestimme, Medium und Jahr nicht genannt; Wortlaut wie 1986 im Gemeindeblatt für den Bezirk Landeck gedruckt („européene“), Ergänzung am Rand in eckigen Klammern. Auf Deutsch: „Air Mail setzt sich als eines der aufregendsten Quartette der europäischen Szene durch.“
Eine Musik, die einem Zug d[er] Zeit gerecht wird, künstlerische G[e]meinsamkeit, an deren Ganzheit j[e]der seinen eigenständigen wie une[r]sätzlichen Anteil hat.
Deutschsprachige Pressestimme zu Air Mail, Medium und Jahr nicht genannt; Wortlaut wie 1986 im Gemeindeblatt für den Bezirk Landeck gedruckt („unersätzlichen“, gemeint unersetzlichen), Ergänzungen am abgeschnittenen Rand in eckigen Klammern
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Juli 1986 · Kritik · FR
Jazz Hot, Nr. 432: „Du jazz sous les pommiers“
Alain Guerrini
Festivalbericht von Alain Guerrini in der Juli/August-Ausgabe von Jazz Hot, der 1935 gegründeten französischen Jazzzeitschrift, über die 5. Ausgabe von Jazz sous les pommiers in Coutances (Normandie, Frankreich) vom 3. bis 10. Mai 1986. Am Schlussabend entdeckte Guerrini im Theater Air Mail mit Wolfgang Puschnig, Harry Pepl, Mike Richmond und Wolfgang Reisinger als „un groupe prodigieux“, eine fabelhafte Gruppe: Von der Berliner Ballade bis zum harten Rock lasse ihre Musik fast ein Jahrhundert Musikgeschichte wieder aufleben. Als bezeichnendstes Stück nennt er „Halley Comet“, wohl Pepls „The Halley's Comet Light Blue Blues“. Den Abend beschloss die Eddy Louiss Big Band. Jazz Hot nennt Puschnig als Leiter; Air Mail hatte laut Daniel Pepl keinen Leiter, die Angabe ist ein Irrtum des Berichts. Als Beginn nennt Guerrini 22 Uhr, das Festivalarchiv 21 Uhr.
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J'y ai découvert un groupe prodigieux : Air Mail
Alain Guerrini in Jazz Hot über den Schlussabend des Festivals Jazz sous les pommiers in Coutances, Samstag, 10. Mai 1986, laut Festivalprogramm das erste Konzert von Air Mail in Frankreich. Auf Deutsch: „Dort habe ich eine fabelhafte Gruppe entdeckt: Air Mail.“
« Halley Comet » est le thème le plus significatif de ce quartet cosmique.
Alain Guerrini über das Konzert von Air Mail in Coutances, Mai 1986; „Halley Comet“ ist wohl Pepls „The Halley's Comet Light Blue Blues“, später das Titelstück des Air-Mail-Albums „Light Blues“ (1988). Auf Deutsch: „‚Halley Comet‘ ist das bezeichnendste Stück dieses kosmischen Quartetts.“
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Juli 1986 · Kritik · FR
Jazz Hot, Nr. 432: „Amiens : le temps du jazz“
Franck Bergerot
Festivalbericht von Franck Bergerot in der Juli/August-Ausgabe von Jazz Hot, der 1935 gegründeten französischen Jazzzeitschrift, über das Jazzfestival „Le temps du jazz“ in Amiens (Frankreich) vom 13. bis 24. Mai 1986, bei dem das Festival auch sein Plattenlabel Label Bleu startete. Unter dem Stichwort „Coup de chaleur“ (etwa: Hitzewelle) beschreibt er das Konzert von Air Mail: befeuert von Wolfgang Puschnig, angetrieben von Mike Richmond und Wolfgang Reisinger, aufgemischt von einem ganz und gar unerwarteten Harry Pepl. Für Bergerot klang es, als wolle Pepl dem zehn Jahre zuvor verstorbenen Gitarristen Joseph Dejean huldigen; in seinem Spiel fand er den Faden einer Geschichte der Gitarre wieder, den er verloren glaubte. Die Musik sei frei, frisch, unbekümmert und voller Energie, lange habe er sich nicht so gut unterhalten. Einen Konzerttag nennt der Bericht nicht. 35 Jahre später würdigte Bergerot Pepl in Jazz Magazine erneut, als „regretté guitariste de jazz autrichien“.
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Air Mail, dynamité par Wolfgang Puschnig, propulsé par la rythmique Mike Richmond / Wolfgang Reisinger et chahuté par un Harry Pepl tout à fait inattendu.
Franck Bergerot in Jazz Hot über das Konzert von Air Mail beim Jazzfestival „Le temps du jazz“ in Amiens, Mai 1986, unter dem Stichwort „Coup de chaleur“ (etwa: Hitzewelle). Auf Deutsch: „Air Mail, befeuert von Wolfgang Puschnig, angetrieben von der Rhythmusgruppe Mike Richmond / Wolfgang Reisinger und aufgemischt von einem ganz und gar unerwarteten Harry Pepl.“
J'ai retrouvé là le fil d'une histoire de la guitare que je craignais avoir définitivement perdu.
Franck Bergerot über Pepls Gitarrenspiel beim Konzert von Air Mail in Amiens, Mai 1986; unmittelbar davor schreibt er, hätte Pepl dem zehn Jahre zuvor verstorbenen Gitarristen Joseph Dejean huldigen wollen, er hätte es nicht anders angestellt. Auf Deutsch: „Ich habe dort den Faden einer Geschichte der Gitarre wiedergefunden, den ich endgültig verloren glaubte.“
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26. September 1986 · Sonstiges · EN
Bizim Caz, Datenbank des Jazz in der Türkei (online): „Air Mail“, Şan Tiyatrosu, 2. Bilsak Caz Festivali
Datenbankeintrag zum Konzert von Air Mail am Freitag, 26. September 1986, um 22 Uhr im Şan Tiyatrosu in Istanbul beim 2. Internationalen Bilsak-Jazzfestival, mit Wolfgang Puschnig, Harry Pepl, Mike Richmond und Wolfgang Reisinger; Veranstalter BİLSAK.
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13. Jänner 1987 · Fernsehen · FR
FR3, „Le Temps du jazz“ (Sendung im INA-Katalog): „Loose tubes et air mail“
Jean de Nesle (Regie)
Fernsehsendung von FR3, dem damaligen französischen Regionalfernsehen, im Programm für Nord-Pas-de-Calais am Dienstag, 13. Januar 1987, in der Reihe „Le Temps du jazz“ (27 Minuten): Aufnahmen aus der Maison de la Culture d'Amiens mit der britischen Big Band Loose Tubes und mit Air Mail, die Pepls „The Eye of the Groundhog“ spielt. Den Aufnahmetag nennt die Notiz nicht; Air Mail spielte beim Jazzfestival Amiens im Mai 1986. Notiz RCC02013106 im Katalog des INA (Institut national de l'audiovisuel); zu sehen ist die Sendung nur vor Ort in der INAthèque, eine Kopie gibt sie nicht ab.
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7. Dezember 2005 · Nachruf
JazzEcho (Universal Classics, Online): „Ade Harry Pepl!“
Online-Nachruf vom Mittwoch, 7. Dezember 2005. Wichtigstes Projekt war ab 1977 das Duo mit Werner Pirchner, das ihm internationale Anerkennung und Einladungen in alle Welt brachte.
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Danach arbeitete Pepl laut Nachruf mit Dino Saluzzi, Jack DeJohnette und Dave Holland sowie mit dem Vienna Art Orchestra. Als ordentlicher Professor in Graz ab 1984 brachte er Schüler wie den Gitarristen Wolfgang Muthspiel auf den Weg. Am Ende steht ein Hinweis auf die CD „Light Blues“ von Air Mail (Emarcy, 2001).
einer der prägenden Instrumentalisten der europäischen Jazzszene
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9. Dezember 2005 · Nachruf · EN
organissimo (Jazzforum, Online): „Harry Pepl R.I.P.“
mikeweil (Moderator)
Beitrag zum Tod von Harry Pepl in einem englischsprachigen Jazzforum.
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Der Moderator nennt ihn einen der originellsten Jazzgitarristen Österreichs und erinnert an das Jazzzwio mit Werner Pirchner, das ECM-Album (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) mit Jack DeJohnette und Air Mail mit Mike Richmond.
one of Austria's most original jazz guitarists
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19. Dezember 2005 · Nachruf
Musikergilde (Online): „Harry Pepl - ein Nachruf“
Peter Paul Skrepek
Ausführlicher Nachruf des Gitarristen Peter Paul Skrepek, der Pepl 1974 in der ORF Big Band (ORF: österreichischer öffentlich-rechtlicher Rundfunk) kennenlernte.
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Er schildert Ausbildung, ORF-Studiojob, Jazzzwio, Air Mail und die Zeit mit Benny Goodman, nennt Schüler wie Wolfgang Muthspiel und Peter Havlicek und gibt als Todestag Montag, 5. Dezember 2005, an. Der frühere Rektor der Kunstuniversität Graz, Otto Kolleritsch, wird zitiert, Leserbriefe ergänzen den Text.
Jetzt, wo ich alles spielen kann, was ich will, darf ich nicht mehr.
Harry Pepl
Begnadeter Gitarrist und Ausnahmeerscheinung
Otto Kolleritsch
ein unverwechselbarer Musiker aus Wien mit Geltung in der ganzen Welt
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2006 · Nachruf
Jazzzeitung (Seite 6): „Ciao Habanero“ (Harry Pepl 1945 bis 2005)
Rainer Rygalyk
Persönlicher Nachruf des Jazzfotografen Rainer Rygalyk. Wolfgang Puschnig und Wolfgang Reisinger erinnern sich an die Jahre mit Air Mail; Rygalyk beschreibt Pepls letzten großen öffentlichen Auftritt 2004 beim Jazz Festival in Salzburg mit Playback zu acht Composings und Live-Musikern vor seinen Bildern.
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Er ist der europäische Jazzgitarrist schlechthin.
Ich habe einfach seine musikalische Sprache gelernt.
Wolfgang Puschnig
Es war ein extremer Sog. Plötzlich mit jemanden zu spielen, der da oben, 2 Etagen über uns, steht und so souverän Gas gibt und alles mitreißt.
Wolfgang Reisinger
Er war für mich so ein Schubert Franzl Typ, unheimlich schöne Lieder aber auf höchster Qualitätsstufe und im nächsten Moment voll skurril und zerklüftet.
Der Schlagzeuger Wolfgang Reisinger; „Schubert Franzl“ ist die liebevoll wienerische Form für Franz Schubert, den Wiener Liedkomponisten
Wolfgang Reisinger
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13. März 2007 · Radio
Deutschlandfunk, Nachtradio (Playlist): „Milestones - Harry Pepl“ (Klassiker der Jazzgeschichte)
Playlist einer Nachtradio-Sendung am 13. März 2007, 01:05 Uhr, mit „Live in Montreux 81“, dem ECM-Album (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) mit Pirchner und DeJohnette und Air Mail „Light Blues“.
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Sie zeigt Pepl als Eintrag in einer deutschen Reihe über Klassiker der Jazzgeschichte.
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26. Oktober 2015 · Radio
Ö1, Spielräume Spezial: „Heimat bis Du großer...“ (Würdigung von Harry Pepl zum Nationalfeiertag)
Klaus Wienerroither (Gestaltung)
Sendung zum Nationalfeiertag, Montag, 26. Oktober 2015, 17:10 Uhr, die fast zehn Jahre nach Pepls Tod an den Gitarristen und Komponisten erinnert.
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Der Titel spielt auf die Zeile „Heimat bist du großer Söhne“ der Bundeshymne an; die Sendung beginnt mit „In diesem Fall ist es wirklich einer der Söhne“ und nennt Air Mail „wohl eine der besten Jazzgruppen heimischer Provenienz“. Playlist: Air Mail mit „Shifting People“ und „The Halley's Comet / Light Blue Blues“, „Salt and Pepl“ mit der ORF Big Band unter Richard Österreicher, „Harry Pepl's Blues“ mit Benny Goodman, „Against The Wind“ live mit dem Jazzzwio, „Eastern Island Ears“ mit Dave Liebman und Wolfgang Reisinger, ein Teil aus „Anspannen, Überspannen, Abspannen“ mit STUDIO PERCUSSION graz, Peter Alexanders „Sag' mir quando, sag' mir wann“ (Pepl als Studiogitarrist) und zum Schluss „Air, Love & Vitamins“ mit Werner Pirchner und Jack DeJohnette.
Die Würdigung eines Individualisten.
In diesem Fall ist es wirklich einer der Söhne.
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19. Mai 2016 · Interview
Die Presse (Online): „Kärntner Jazzer mit langem Atem“
Samir H. Köck
Interview mit Wolfgang Puschnig zu seinem 60. Geburtstag. Puschnig nennt die sieben Jahre bei Airmail, der Band von Harry Pepl, als eines der Highlights seiner Laufbahn; Pepl ist nur ein Nebenthema des Gesprächs.
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die sieben Jahre bei Airmail, der Band des 2005 verstorbenen Gitarristen Harry Pepl
Als Gitarrist war er außerhalb jeder Norm. Das hat mir phrasierungstechnisch einen neuen, flexibleren Zugang erschlossen.
Wolfgang Puschnig
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25. September 2020 · Radio
Ö1, Spielräume Nachtausgabe: „Der unvergessene Jazzgitarrist Harry Pepl“
Klaus Wienerroither (Gestaltung)
Sendung zum 75. Geburtstag am 10. September 2020, ausgestrahlt am Freitag, 25.9.2020, 22:25 Uhr, und wiederholt am 26.9.2020 um 0:05 Uhr.
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Zu Gast sind unter anderem der Musikproduzent Daniel Pepl, der Schlagzeuger Wolfgang Reisinger und die Pianistin Anna Maurer, die an einem Soloklavieralbum mit Pepls Kompositionen arbeitet. Laut Sendungsablauf kamen O-Töne von Wolfgang Muthspiel und Guido Jesenzky über den Musiker und den Pädagogen Harry Pepl dazu. Die Musikauswahl reichte von den Austrian Evergreens (1960) über Benny Goodman, das Jazzzwio, Air Mail, Michel Portal, Enrico Rava und das Kronos Quartet bis zu den Fullmax-Ausgaben von 2015 und 2020. Muthspiel wünschte sich „The Day We Know Paul Desmond Is Gone“, Jesenzky „Germ in A“ (beide Jazzzwio); Anna Maurer brachte ihre Fassung von „Air, Love & Vitamins“ (2020). Regie: Daniela Fietzek, Tontechnik: Georg Janser.
Sein österreichisch-amerikanisches Quartett Airmail war wohl eine der besten Jazzgruppen heimischer Provenienz.
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5. Februar 2024 · Porträt · EN
European Jazz Masters Of The Past (Blog): „European Jazz Masters Of The Past #2: Harry Pepl“
Wulf Müller
Ausführlicher biografischer Essay des früheren Produzenten von PolyGram Austria und Mitgründers von „Jazz Live“, mit Fotos aus der Familiensammlung.
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Müller lernte Pepl 1984 bei einem Konzert von Air Mail in Wien kennen. Er beschreibt das Jazzzwio und die Zeit mit Benny Goodman, die Entstehung der „Schönberg Improvations“, mit deren Idee Pepl in sein Büro kam, und die Solo-Klavierplatte „Flow“ von 1996, aufgenommen ohne Korrekturen. Einzelne biografische Angaben, etwa zur Geburt und zum Beginn der Lehre in Graz, weichen von den Belegen ab.
a very humble, charismatic and private person with a great sense of humour. Someone who was constantly looking for new ideas
While Harry was building his reputation as one of Europe’s most interesting and unique guitarists
He swings like hell
Harry Pepl über Benny Goodman
Musically, I still find this album exciting, challenging and powerful.
Harry sat down at the piano, which he never really learned to play, nor practised, and plays, let’s the music flow through him.
After a few moments I don’t feel time anymore. An emotion of happiness floats through me and the sounds stream on their own
Harry Pepl
the most spectacular record of one of the most original guitar players of European Jazz in those years
Andreas Felber
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10. September 2026 · Sonstiges
Facebook (Thomas Palme): „...noch eine Harry Pepl Story zu seinem heutigen 81 Geburtstag“
Thomas Palme
Öffentlicher Facebook-Post des Wiener Jazz- und Bluesgitarristen Thomas Palme zu Harry Pepls 81. Geburtstag mit einer Erinnerung an ein Konzert von Air Mail (Wolfgang Puschnig, Mike Richmond, Wolfgang Reisinger) im Titanic, einem damals angesagten Club in der Theobaldgasse in Wien, Österreich, in den 1980er oder frühen 1990er Jahren: Als mitten im Set der Strom ausfiel, spielte Pepl bei Kerzenlicht ganz allein und akustisch ein Stück von Wes Montgomery, und im Lokal wurde es still und andächtig. Foto im Original-Post: Andreas Mayer.
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Eine Anekdote, die zeigt, wie tief Pepl trotz seines modernen, hochvirtuosen Gitarrenspiels auch in der Jazzgitarrentradition verwurzelt war
bis heute eine ganz lebendige Erinnerung an einen der größten Jazz Gitarristen Österreichs