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Harry Pepl * 1945  † 2005

Pressearchiv

Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. 27. September 1986 · Sonstiges · EN

    Bizim Caz, Datenbank des Jazz in der Türkei (online): „Dino Saluzzi ve Enrico Rava Beşlisi“, Şan Tiyatrosu, 2. Bilsak Caz Festivali

    Datenbankeintrag zum Konzert des Quintetts von Dino Saluzzi und Enrico Rava am Samstag, 27. September 1986, um 23 Uhr im Şan Tiyatrosu in Istanbul beim 2. Internationalen Bilsak-Jazzfestival, mit Enrico Rava, Harry Pepl, Dino Saluzzi, Furio Di Castri und Bruce Ditmas.

  2. 3. November 1986 · Radio · FR

    Radio France (Mitschnitt im INA-Katalog): „Festival de Jazz de Paris : Concert du Dino Saluzzi quintet“

    André Francis (Produktion)

    Konzertmitschnitt von Radio France vom Montag, 3. November 1986, beim Festival de Jazz de Paris: das Quintett von Dino Saluzzi (Bandoneon) und Enrico Rava (Trompete) mit Harry Pepl (Gitarre), Furio Di Castri (Kontrabass) und Bruce Ditmas (Schlagzeug), 1 Stunde 12 Minuten, wenige Wochen nach der Aufnahme von „Volver“. Gespielt wurden unter anderem „Volver“ von Carlos Gardel und Pepls „More Far Out Than East“ (fast 21 Minuten). Notiz PHY11006111 im Katalog des INA (Institut national de l'audiovisuel); hören lässt sich der Mitschnitt nur vor Ort in der INAthèque, eine Kopie gibt sie nicht ab.

  3. April 1988 · Kritik · EN

    Wire Magazine (heute The Wire), Nr. 50: Kritik zu „Volver“ (ECM 1343) in der Rubrik „Soundcheck“, Abschnitt „Fast Licks“

    Mike Fish

    Kurzkritik in der 50. Ausgabe der britischen Musikzeitschrift Wire (heute The Wire), Rubrik „Soundcheck“, Abschnitt „Fast Licks“. Mike Fish bespricht „Volver“, das Album des Quintetts von Enrico Rava (Trompete) und Dino Saluzzi (Bandoneon) beim renommierten europäischen Jazzlabel ECM, mit Harry Pepl (Gitarre), Furio Di Castri (Bass) und Bruce Ditmas (Schlagzeug). Saluzzi entlocke dem Bandoneon echte Lyrik; zusammen mit Ravas eleganter Trompete und Pepls hallender Gitarre entstehe Musik voller Empathie und Begeisterung, und in „Minguito“ spiele die Band sehr hitzig.

    when matched with the grandee elegance of Rava’s style, and Pepl’s reverberant guitar, the music that results has a redemptive empathy and enthusiasm

    Sometimes, as in “Minguito”, they blow very hot indeed.

  4. 4. Dezember 2009 · Sonstiges · EN

    Jazzrytmit (finnische Jazzzeitschrift, online): „Hans Koller Jazz Prize Winners 2009“

    Harald Justin

    Englischsprachige Bekanntgabe der Hans-Koller-Preise 2009 (österreichische Jazzpreise, benannt nach dem Saxophonisten Hans Koller, gefördert unter anderem von der Stadt Wien und dem österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur) auf der Website der finnischen Jazzzeitschrift Jazzrytmit. Den European Jazz Prize 2009 erhielt der italienische Trompeter Enrico Rava; die Würdigung von Harald Justin nennt unter Ravas zahlreichen Bandprojekten an erster Stelle die mit Harry Pepl, vor Dino Saluzzi, Ray Anderson, Albert Mangelsdorff und Lee Konitz. Zwei weitere Preisträger kommen aus Pepls Umfeld: Wolfgang Reisinger, Schlagzeuger von Air Mail, als Musiker des Jahres und Clemens Salesny, der seit 2015 die posthumen Projekte mit Pepls Tonspuren gestaltet, als Newcomer des Jahres. Die Verleihung war für Samstag, 27. März 2010, im Wiener Jazzclub Porgy & Bess angekündigt.

    has undertaken a host of band projects with Harry Pepl, Dino Saluzzi, Ray Anderson, Albert Mangelsdorff, Lee Konitz

  5. 2012 · Kritik · EN

    AllMusic (US-Musikdatenbank mit Kritiken, gegründet 1991): AllMusic Review: „Volver“

    Scott Yanow

    Kurzkritik in AllMusic, der 1991 gegründeten US-Musikdatenbank mit Kritiken, zum ECM-Album „Volver“ des Quintetts von Enrico Rava und Dino Saluzzi, aufgenommen im Oktober 1986 im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg, mit Harry Pepl an der Gitarre, Furio Di Castri am Bass und Bruce Ditmas am Schlagzeug. Der US-Jazzkritiker Scott Yanow findet, dass Ravas introvertiertes, innerlich leidenschaftliches Spiel gut zu Saluzzis modernen Tangos passt; das Ergebnis sei recht zugänglich und doch suchend, „An intriguing set“. AllMusic vergibt 3 von 5 Sternen. Die Kritik ist nicht datiert und spätestens seit 2012 online; die Titelliste führt Pepls „Ballantine for Valentine“ als Titel 5.

    Rava’s introverted yet inwardly passionate playing matches well with Saluzzi’s modern tangos, and the results are fairly accessible yet still exploratory.

    Über das ECM-Album „Volver“ (aufgenommen 1986) des Quintetts von Enrico Rava und Dino Saluzzi, in dem Harry Pepl Gitarre spielt und mit seinem Stück „Ballantine for Valentine“ vertreten ist

  6. November 2012 · Bericht · IT

    Jazzit, Nr. 73: „Sketches of Rava“, Kapitel „Tra ECM e Soul Note“, Abschnitt „Volver“

    Luciano Vanni

    Titelgeschichte „Sketches of Rava“ der italienischen Jazzzeitschrift Jazzit über den Trompeter Enrico Rava, geschrieben von Luciano Vanni, laut Impressum Leiter der Zeitschrift. Im Kapitel über die Jahre 1975 bis 1991 erzählt der Abschnitt „Volver“, wie Rava im Oktober 1986 nach fünf Jahren wieder für das renommierte europäische Jazzlabel ECM aufnahm, als Co-Leader neben dem argentinischen Bandoneonisten Dino Saluzzi. Als Besetzung des Quintetts nennt Vanni Furio Di Castri (Kontrabass), Bruce Ditmas (Schlagzeug) und Harry Pepl (Gitarre); das Album erschien zwei Jahre später unter dem Titel „Volver“.

    un quintetto che ospita: Furio Di Castri al contrabbasso, Bruce Ditmas alla batteria e Harry Pepl alla chitarra

  7. 18. Dezember 2017 · Kritik · EN

    Guitar Moderne (Online): „Harry Pepl: The One That Almost Got Away“

    guitar moderne

    Kurzer Beitrag im amerikanischen Onlinemagazin für experimentierfreudige Gitarristen. Der Autor entdeckte Pepl 1986 auf dem ECM-Album (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) „Volver“ von Enrico Rava und Dino Saluzzi: Sein Klang erinnere an Metheny, sei im Anschlag aber härter und im Ausdruck freier. Er empfiehlt „Cracked Mirrors“, das auch heute frisch klinge.

    His chorused sound and fluidity were reminiscent of Metheny, but his attack was harder and his sensibility was decidedly more “out.”

    Check out “Cracked Mirror” to hear how his playing in 1988 sounds fresh even today.

  8. 18. Dezember 2019 · Kritik · IT

    Tracce di Jazz (Blog): „Ritornare a ….”Volver”“

    andbar

    Albumbesprechung im italienischen Jazzblog Tracce di Jazz („From jazz-fans to jazz-fans“). Der Autor andbar stieß gebraucht auf „Volver“, das 1986 aufgenommene Album des italienischen Trompeters Enrico Rava und des argentinischen Bandoneonisten Dino Saluzzi beim renommierten europäischen Jazzlabel ECM, mit Harry Pepl (Gitarre), Furio Di Castri (Kontrabass) und Bruce Ditmas (Schlagzeug). Er hält die Platte für etwas unterschätzt und einer Wiederentdeckung wert. Das Eröffnungsstück „Le but du souffle“ beginnt für ihn mit einem leisen Selbstgespräch der E-Gitarre; „Tempos de ausencias“ nennt er ein Destillat argentinischer Melodik, von Pepls Gitarre nur leicht gesprenkelt. In Pepls Komposition „Ballantine for Valentine“ hört er einen freien Ausbruch im Geist von Ornette Coleman, dem Wegbereiter des Free Jazz, der die ruhige Grundstimmung der Platte aufbricht und ihren Horizont erweitert. Am Sonntag, 22. Dezember 2019 antwortete ein zweiter Autor des Blogs mit Ravas Erinnerung an die Aufnahmesitzung.

    “Tempos de ausencias” un distillato di melodia argentina appena screziato dalla chitarra di Pepl

    andbar im italienischen Jazzblog Tracce di Jazz über „Tempos de ausencias“ auf „Volver“, dem 1986 aufgenommenen ECM-Album von Enrico Rava und Dino Saluzzi mit Pepl an der Gitarre. Auf Deutsch: „„Tempos de ausencias“, ein Destillat argentinischer Melodik, von Pepls Gitarre nur leicht gesprenkelt“

    “Ballantine for Valentine” , strappo free ornettiano che spezza le pacate atmosfere dominanti del disco

    andbar über Pepls Komposition „Ballantine for Valentine“, sein einziges Stück auf „Volver“; „ornettiano“ spielt auf Ornette Coleman an, den Wegbereiter des Free Jazz. Auf Deutsch: „„Ballantine for Valentine“, ein freier Ausbruch à la Ornette, der die ruhige Grundstimmung der Platte aufbricht“

  9. 22. Dezember 2019 · Bericht · IT

    Tracce di Jazz (Blog): „L’AVVOCATO DEL DIAVOLO…..“

    milton56

    Antwort im selben italienischen Jazzblog auf die Besprechung von „Volver“ vom Mittwoch, 18. Dezember 2019. In der Rolle des „Advocatus Diaboli“, so der Titel, stellt der Autor milton56 der Begeisterung seines Kollegen die Entstehungsgeschichte des Albums gegenüber, wie er sie rund einen Monat zuvor vom italienischen Trompeter Enrico Rava selbst erzählt hörte. Er gibt sie ausdrücklich aus dem Gedächtnis wieder: eine Erinnerung aus zweiter Hand, kein Studioprotokoll. Danach kam die Aufnahme 1986 nur schwer in Gang, weil der argentinische Bandoneonist Dino Saluzzi und der amerikanische Schlagzeuger Bruce Ditmas sehr unterschiedliche Vorstellungen von Begleitung und Lautstärke hatten; Rava vermittelte. In einer festgefahrenen Stille habe Harry Pepl aufs Geratewohl einen Akkord angeschlagen, nur um das Schweigen zu brechen. Der Produzent Manfred Eicher, Gründer des renommierten europäischen Jazzlabels ECM, sei begeistert ins Studio gekommen und habe darin den Ausgangspunkt gesehen, von dem aus die Band endlich etwas entwickeln könne; Pepl selbst habe sich an den Akkord nicht einmal vage erinnert. Rava, so die Erinnerung, beschrieb die Arbeit an der Platte als mühsam. Der Autor schließt, das Album habe trotzdem seinen Weg zu den Hörer:innen gefunden.

    Il chitarrista Pepl fa partire un‘accordo a caso, giusto per infrangere il gelido silenzio.

    Aus einer Erzählung Enrico Ravas über die stockende Aufnahmesitzung zu „Volver“ 1986, vom Blogautor milton56 ausdrücklich aus dem Gedächtnis wiedergegeben; Erinnerung aus zweiter Hand. Auf Deutsch: „Der Gitarrist Pepl schlägt aufs Geratewohl einen Akkord an, nur um das eisige Schweigen zu brechen.“

    Manco a farlo apposta, l’austriaco non si ricorda nemmeno vagamente quello che gli è uscito a caso dallo strumento……

    Pointe derselben Erzählung: Produzent Manfred Eicher hatte in Pepls zufälligem Akkord den Ausgangspunkt für die Aufnahme gesehen. Erinnerung aus zweiter Hand. Auf Deutsch: „Wie zum Trotz erinnert sich der Österreicher nicht einmal vage daran, was ihm da zufällig aus dem Instrument gekommen war……“