Pressearchiv
Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.
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15. April 1986 · Sonstiges · FR
Tempo (Paris), Nr. 3: „En concert: tous les programmes jusqu’à fin juin“
Ausgabe 3 des kostenlosen Pariser Konzertblatts „Tempo“ (Konzerte und Schallplatten) mit den Programmen bis Ende Juni 1986. Unter dem Jazzclub New Morning ist für den 14. Mai 1986 das „Harry Pepl quartet“ angekündigt, mit Wolfgang Puschnig (Sopransaxophon), Mike Richmond (Bass) und Wolfgang Reisinger (Schlagzeug), also in der Besetzung von Air Mail. Digitalisiert von den „Archives du punk en France“ der Universität Tours, S. 7.
Le 14 : Harry Pepl quartet : Wolfgang Puschnig, sax soprano ; Mike Richmond, basse ; Wolfgang Reisinger, drums.
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10. Mai 1986 · Programmheft · FR
Jazz sous les pommiers, Festivalarchiv (online): „Air Mail“ (Programm der 5. Ausgabe, Samstag, 10. Mai, 21 Uhr, Théâtre)
Eintrag im Online-Archiv von Jazz sous les pommiers, dem Jazzfestival in Coutances (Normandie, Frankreich), zur 5. Ausgabe vom 3. bis 10. Mai 1986: Air Mail mit Wolfgang Puschnig (Saxophon), Harry Pepl (Gitarre), Mike Richmond (Kontrabass) und Wolfgang Reisinger (Schlagzeug) spielt am Schlussabend, Samstag, 10. Mai, um 21 Uhr im Theater, am selben Abend wie die Eddy Louiss Big Band und Blue Lips. Der Programmtext stellt die Band als „zwei Wiener“ aus dem Vienna Art Orchestra, einen renommierten Bassisten aus den USA und Pepl als „neuen Star“ der gitarrenbegeisterten Jazzfans vor und kündigt das erste Konzert von Air Mail in Frankreich an.
Tel est Air Mail qui se posera à Coutances pour son premier concert en France.
Programmtext des Festivals Jazz sous les pommiers zum Konzert von Air Mail am 10. Mai 1986; „se poser“ heißt landen, passend zum Bandnamen Air Mail (Luftpost). Auf Deutsch: „So ist Air Mail, die in Coutances zu ihrem ersten Konzert in Frankreich landet.“
la nouvelle star des “jazzeux branchés-guitare”
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15. Mai 1986 · Radio · FR
Radio France, „Concert de jazz“ (Mitschnitt im INA-Katalog): „Concert de Air Mail“
André Francis (Produktion)
Konzertmitschnitt von Radio France vom Donnerstag, 15. Mai 1986: Air Mail mit Wolfgang Puschnig (Flöte, Altsaxophon, Oboe), Harry Pepl (Gitarre), Mike Richmond (Kontrabass) und Wolfgang Reisinger (Schlagzeug), 1 Stunde 22 Minuten. Die Titelliste nennt von Pepl „Mulwolf“ (nach Angabe Daniel Pepls „Das Auge des Maulwurfs“), „Light blue blues“ (Halley's Comet Light Blue Blues), „The man in the old sea“ und „Bike breaker“ (Radlbremser), dazu „Nudnicks“ und „A prayer for peace“. Die Sammelnotiz desselben Tages (PHY11006057_00) stellt Air Mail neben das Trio von Ray Anderson, „enregistré le 15 mai 1986 à Paris“, und das Orchestre National de Jazz unter François Jeanneau. Die Chronik nennt für das Konzert im Pariser Club New Morning Mittwoch, den 14. Mai; ob es derselbe Abend ist, ist offen. Notiz PHY14005647 im Katalog des INA (Institut national de l'audiovisuel); hören lässt sich der Mitschnitt nur vor Ort in der INAthèque, eine Kopie gibt sie nicht ab.
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15. Mai 1986 · Radio · FR
Radio France, „Concert de jazz“ (Mitschnitt im INA-Katalog): „Concert de jazz : [émission du 00/00/00]“
André Francis (Produktion)
Sammelsendung von Radio France (öffentlich-rechtlicher Hörfunk Frankreichs) mit drei Konzertmitschnitten, die das INA (Institut national de l'audiovisuel), das Archiv des französischen Rundfunks und Fernsehens, auf Donnerstag, 15. Mai 1986, datiert, zusammen 3 Stunden 39 Minuten. Den Anfang macht das Trio des Posaunisten Ray Anderson mit Mark Helias (Kontrabass) und Gerry Hemingway (Schlagzeug), laut Notiz „enregistré le 15 mai 1986 à Paris“, also am 15. Mai 1986 in Paris aufgenommen. Es folgen Air Mail mit Wolfgang Puschnig (Flöte, Altsaxophon, Oboe), Harry Pepl (Gitarre), Mike Richmond (Kontrabass) und Wolfgang Reisinger (Schlagzeug), 1 Stunde 22 Minuten, und zum Schluss das Orchestre National de Jazz, das nationale Jazzorchester Frankreichs, unter François Jeanneau. Den Ort Paris nennt die Sammelnotiz nur beim Trio von Ray Anderson; die Titelliste von Air Mail steht in der eigenen Notiz zu diesem Teil (PHY14005647). Die Chronik nennt für das Konzert von Air Mail im Pariser Club New Morning Mittwoch, den 14. Mai; ob der Mitschnitt von diesem Abend stammt, ist offen. Notiz PHY11006057_00 im Katalog des INA; hören lässt sich die Sendung nur vor Ort in der INAthèque, eine Kopie gibt sie nicht ab.
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Juli 1986 · Kritik · FR
Jazz Hot, Nr. 432: „Du jazz sous les pommiers“
Alain Guerrini
Festivalbericht von Alain Guerrini in der Juli/August-Ausgabe von Jazz Hot, der 1935 gegründeten französischen Jazzzeitschrift, über die 5. Ausgabe von Jazz sous les pommiers in Coutances (Normandie, Frankreich) vom 3. bis 10. Mai 1986. Am Schlussabend entdeckte Guerrini im Theater Air Mail mit Wolfgang Puschnig, Harry Pepl, Mike Richmond und Wolfgang Reisinger als „un groupe prodigieux“, eine fabelhafte Gruppe: Von der Berliner Ballade bis zum harten Rock lasse ihre Musik fast ein Jahrhundert Musikgeschichte wieder aufleben. Als bezeichnendstes Stück nennt er „Halley Comet“, wohl Pepls „The Halley's Comet Light Blue Blues“. Den Abend beschloss die Eddy Louiss Big Band. Jazz Hot nennt Puschnig als Leiter; Air Mail hatte laut Daniel Pepl keinen Leiter, die Angabe ist ein Irrtum des Berichts. Als Beginn nennt Guerrini 22 Uhr, das Festivalarchiv 21 Uhr.
J'y ai découvert un groupe prodigieux : Air Mail
Alain Guerrini in Jazz Hot über den Schlussabend des Festivals Jazz sous les pommiers in Coutances, Samstag, 10. Mai 1986, laut Festivalprogramm das erste Konzert von Air Mail in Frankreich. Auf Deutsch: „Dort habe ich eine fabelhafte Gruppe entdeckt: Air Mail.“
« Halley Comet » est le thème le plus significatif de ce quartet cosmique.
Alain Guerrini über das Konzert von Air Mail in Coutances, Mai 1986; „Halley Comet“ ist wohl Pepls „The Halley's Comet Light Blue Blues“, später das Titelstück des Air-Mail-Albums „Light Blues“ (1988). Auf Deutsch: „‚Halley Comet‘ ist das bezeichnendste Stück dieses kosmischen Quartetts.“
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Juli 1986 · Kritik · FR
Jazz Hot, Nr. 432: „Amiens : le temps du jazz“
Franck Bergerot
Festivalbericht von Franck Bergerot in der Juli/August-Ausgabe von Jazz Hot, der 1935 gegründeten französischen Jazzzeitschrift, über das Jazzfestival „Le temps du jazz“ in Amiens (Frankreich) vom 13. bis 24. Mai 1986, bei dem das Festival auch sein Plattenlabel Label Bleu startete. Unter dem Stichwort „Coup de chaleur“ (etwa: Hitzewelle) beschreibt er das Konzert von Air Mail: befeuert von Wolfgang Puschnig, angetrieben von Mike Richmond und Wolfgang Reisinger, aufgemischt von einem ganz und gar unerwarteten Harry Pepl. Für Bergerot klang es, als wolle Pepl dem zehn Jahre zuvor verstorbenen Gitarristen Joseph Dejean huldigen; in seinem Spiel fand er den Faden einer Geschichte der Gitarre wieder, den er verloren glaubte. Die Musik sei frei, frisch, unbekümmert und voller Energie, lange habe er sich nicht so gut unterhalten. Einen Konzerttag nennt der Bericht nicht. 35 Jahre später würdigte Bergerot Pepl in Jazz Magazine erneut, als „regretté guitariste de jazz autrichien“.
Air Mail, dynamité par Wolfgang Puschnig, propulsé par la rythmique Mike Richmond / Wolfgang Reisinger et chahuté par un Harry Pepl tout à fait inattendu.
Franck Bergerot in Jazz Hot über das Konzert von Air Mail beim Jazzfestival „Le temps du jazz“ in Amiens, Mai 1986, unter dem Stichwort „Coup de chaleur“ (etwa: Hitzewelle). Auf Deutsch: „Air Mail, befeuert von Wolfgang Puschnig, angetrieben von der Rhythmusgruppe Mike Richmond / Wolfgang Reisinger und aufgemischt von einem ganz und gar unerwarteten Harry Pepl.“
J'ai retrouvé là le fil d'une histoire de la guitare que je craignais avoir définitivement perdu.
Franck Bergerot über Pepls Gitarrenspiel beim Konzert von Air Mail in Amiens, Mai 1986; unmittelbar davor schreibt er, hätte Pepl dem zehn Jahre zuvor verstorbenen Gitarristen Joseph Dejean huldigen wollen, er hätte es nicht anders angestellt. Auf Deutsch: „Ich habe dort den Faden einer Geschichte der Gitarre wiedergefunden, den ich endgültig verloren glaubte.“