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Harry Pepl * 1945  † 2005

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Was über Harry Pepl geschrieben und gesendet wurde: Kritiken, Porträts, Interviews und Nachrufe, mit Zusammenfassung und Quelle. Die Originale sind urheberrechtlich geschützt und liegen im Archiv; für Forschung und Presse stellen wir sie auf Anfrage bereit.

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Reihenfolge: Neueste zuerst · Älteste zuerst

  1. 9. Dezember 1988 · Interview

    Wochenpresse (Nr. 49): „Saitensprünge“

    Wolfgang Kralicek

    Zweiseitiges Porträt mit Interview rund um Pepls Österreich-Tournee im Dezember 1988. Es schildert die Entstehung von „Cracked Mirrors“ im Wachauer Studio und mit dem nachträglichen Schlagzeug in Oslo, die Montreux- und ECM-Zeit (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) mit Pirchner und DeJohnette sowie Pepls Arbeit im Heimstudio in Hernstein. Genannt werden die Alben des Jahres 1988.

    mehr Wochenpresse (Nr. 49)

    Mir ist das Wurscht, daß das Jazz heißt.

    Wienerisch „Wurscht“: egal. Im Interview zur Österreich-Tournee im Dezember 1988, über die Bezeichnung Jazz für seine Musik

    Harry Pepl

    Der österreichische Musiker Harry Pepl ist ein international gefragter Mann.

    Die waren alle begeistert. Eine Sensation eigentlich.

    Über den Auftritt des Jazzzwio beim Jazzfestival Montreux 1981, im Interview 1988

    Harry Pepl

  2. 3. August 1991 · Interview

    Der Standard (Seite 13): „Harrys Schloß der Töne“

    Ljubiša Tošić

    Vorbericht zum Eröffnungskonzert der NÖ Jazzakademie auf Schloss Zeillern am Sonntag, 4. August 1991, bei dem Pepl mit einem Quartett auftritt.

    mehr Der Standard (Seite 13)

    Pepl sagt, das Programm sei noch offen, vielleicht werde es eine ganz freie Angelegenheit, und schwärmt vom Seminar, bei dem im Schloss den ganzen Tag musiziert werde.

    Ich schätze es, wenn die Dinge bis zuletzt offen bleiben

    Im Gespräch vor dem Eröffnungskonzert der Jazzakademie in Zeillern, Niederösterreich, 1991

    Harry Pepl

    Was ich vermeiden wollte? Einfach irgendwelche Standards spielen.

    Harry Pepl

  3. 25. April 1996 · Interview

    Tiroler Tageszeitung (Ressort Kultur): „Den Musikern vorsingen, mit ihnen atmen“ (Werner Pirchner feiert in Kufstein sein Debüt als Konzertdirigent)

    Rainer Lepuschitz

    Gespräch mit Werner Pirchner vor seinem Debüt als Konzertdirigent mit der Camerata academica in Kufstein.

    mehr Tiroler Tageszeitung (Ressort Kultur)

    Der Text erinnert daran, dass Pirchner genau 20 Jahre zuvor in Kufstein sein erstes Konzert als Vibraphonist gegeben habe, mit dem Jazzzwio zusammen mit Harry Pepl.

    Denn in Kufstein hat er auch, genau vor 20 Jahren, sein erstes Konzert als Vibraphonist mit dem JazzZwio zusammen mit Harry Pepl gehabt.

  4. 10. Februar 1998 · Interview

    Wiener Zeitung (Seite 4, Rubrik „Jazzignal“): „Echtzeitkompositionen“

    Christian Rösner

    Porträt mit Gespräch zum Klavieralbum „Flow“ (PAO Records). Nach seiner zweiten Hirnblutung (im Artikel „Gehirnblutung“) und einer Pause hat Pepl das Klavier zu seinem Instrument gemacht und sein Real-Time-Composing weiterentwickelt.

    mehr Wiener Zeitung (Seite 4, Rubrik „Jazzignal“)

    Er erzählt, er habe sich für die Aufnahme in einen Wiener Konzertsaal gesetzt (der Text nennt den Bösendorfersaal), einen Ton gespielt und sich von der Akustik leiten lassen, und erinnert an ein unvorbereitetes Festivalkonzert mit Jack DeJohnette.

    Den Gitarristen und Komponisten Harry Pepl kann man wohl als eigenständigste und dabei auch als kompromißloseste Jazzstimme Österreichs bezeichnen.

    Mir war wichtig, Musik zu spielen, die wirklich von innen herauskommt und die im Moment passiert

    1998 über das Real-time Composing am Klavier

    Harry Pepl

    ich habe einen Ton gespielt, dann den zweiten, und spätestens beim Dritten hat Jack genau gewußt, wo ich bin, und wir waren zusammen.

    Über ein Festivalkonzert mit Jack DeJohnette ohne gemeinsame Vorbereitung, im Gespräch 1998

    Harry Pepl

    Pepls fließende Echtzeitkompositionen auf „Flow“ sind jedenfalls voller Energie und Ehrlichkeit; im Ausdruck verständlich und vielsagend.

    Musik ist mein Leben, und ich kann nicht nicht spielen

    1998 im Gespräch mit der Wiener Zeitung über die Zeit nach seiner zweiten Hirnblutung 1994: Ans Gitarrespielen war zunächst nicht zu denken, also wandte er sich dem Klavier zu, daraus entstand das Album „Flow“; das doppelte „nicht“ ist gewollt

    Harry Pepl

  5. April 1998 · Interview

    Concerto (Musikmagazin), Ausgabe 2/1998: „Man könnte Klavierspielen müssen“

    Martin Schuster

    Interview im Wiener Café Museum, geführt im Zusammenhang mit der Solo-Piano-CD „Flow“.

    mehr Concerto (Musikmagazin), Ausgabe 2/1998

    Pepl spricht über seine Anfänge, das Jazzzwio, das kurze Engagement bei Benny Goodman, Real-Time-Composing und MIDI-Technik und kündigt Neuauflagen von „Gegenwind“ und „Montreux 81“ an.

    Ich wollte, daß man auf der CD auch den Raum hört.

    Harry Pepl

    Mein Hauptproblem ist der hohe Blutdruck. Wieder ein Gegensatz: nach außen erscheine ich vielleicht ruhig, aber innen rennt es in mir herum wie wahnsinnig.

    1998 im Gespräch mit Martin Schuster für die österreichische Musikzeitschrift Concerto, im Wiener Café Museum, zur Zeit des Klavieralbums „Flow“. Pepl spricht offen und mit Selbstironie über den Blutdruck, der ihn ab 1994/95 von der Bühne fernhielt, und über den Gegensatz zwischen äußerer Ruhe und innerer Hochspannung

    Harry Pepl

    Ich bin ein Mensch der Gegensätze – oft sehr lustig oder ironisch und dann wieder sehr traurig. Wahrscheinlich hört man das auch in meinem Spiel

    1998 im Gespräch mit Martin Schuster (Concerto) im Wiener Café Museum; der Interviewer beschreibt, wie Pepl mit tiefer, sanfter Stimme spricht, über ein Bonmot kichert und im nächsten Moment wieder ernst wird

    Harry Pepl

    Musik bedeutet für mich Emotionen und Erinnerungen. Und sogar wenn ich etwas spiele, das mir nicht so gefällt, geht der Blutdruck rauf, weil es mir dann auf den Wecker geht.

    1998 in Concerto über die Gitarre, die er nach 1994 lange nicht mehr anrührte, weil er die Aufregung fürchtete; „auf den Wecker gehen“ ist umgangssprachlich für „nerven“, der Satz ist selbstironisch gemeint. Am Klavier fand er danach eine neue Freiheit

    Harry Pepl

  6. 6. Februar 2009 · Interview

    Kronen Zeitung (Seite 31, Steiermark): „Ich glaube an innovative Kräfte“ (gamsbART-Manager Gerhard Kosel im Steirerkrone-Interview)

    Interview mit Gerhard Kosel über Grazer Jazzveranstalter und gamsbART (Grazer Konzertveranstalter), das 1984 von Heimo Steps gegründet wurde.

    mehr Kronen Zeitung (Seite 31, Steiermark)

    Kosel sagt, Pepl werde in seiner langjährigen Wahlheimat zu wenig gewürdigt, und beschreibt den Harry-Pepl-Preis als Mittel, die Erinnerung wachzuhalten.

    Unser Anliegen mit dem Harry-Pepl-Preis ist es, diese Flamme am Lodern zu halten, bis sich auch die Musikwissenschaft in Graz des Themas annimmt.

    Gerhard Kosel

  7. 2. März 2009 · Interview

    Die Presse (Seite 28, Feuilleton): „Applaus kann auch gefährlich sein“ (Interview mit Wolfgang Muthspiel)

    Samir H. Köck

    Interview mit Wolfgang Muthspiel zur Vorstellung seines Gitarrentrios MGT im Wiener Konzerthaus. Über seinen Lehrer Pepl sagt er, dessen Musik habe innere Lawinen zum Ausdruck gebracht und in jeder Phrase etwas Riskantes gehabt.

    mehr Die Presse (Seite 28, Feuilleton)

    Pepl hat als Musiker innere Lawinen zum Ausdruck gebracht.

    Wolfgang Muthspiel

  8. 13. Oktober 2011 · Interview

    OÖ Nachrichten (Rieder Volkszeitung): „Ich werde versuchen, noch viel tiefer in die Musik einzutauchen“

    Bianka Eichinger

    Interview mit dem Innviertler Posaunisten Paul Zauner, dem Veranstalter der INNtöne. Auf die Frage nach dem beeindruckendsten Musiker, mit dem er je zusammengearbeitet hat, nennt er gleich an zweiter Stelle Harry Pepl.

  9. 11. September 2014 · Interview · EN

    London Jazz News: „Interview: Wolfgang Muthspiel“

    Interview mit Wolfgang Muthspiel. Er stellt „Air Love and Vitamins“ als Stück seines früheren Gitarrenlehrers in Graz vor, Harry Pepl, und empfiehlt Pepl besonders für seine Rhythmik.

    mehr London Jazz News

    He is an interesting musician to check out, especially in the rhythmical field.

    Wolfgang Muthspiel

  10. 4. Juli 2015 · Interview

    Die Presse (Zeichen der Zeit): Gespräch mit Peter Havlicek

    DP

    Gespräch mit dem Kontragitarristen und Komponisten Peter Havlicek, Mitbegründer der Neuen Wiener Concert Schrammeln.

    mehr Die Presse (Zeichen der Zeit)

    Er erzählt, wie er während seines Gitarrenstudiums bei Harry Pepl in Graz zur Kontragitarre kam; der Kasten „Zur Person“ nennt das Studium bei Pepl ausdrücklich.

    Später, das war schon während meines Gitarrenstudiums in Graz bei Harry Pepl, hat dann eine Theatergruppe einen Kontragitarristen gesucht.

    Peter Havlicek

  11. 19. Mai 2016 · Interview

    Die Presse (Online): „Kärntner Jazzer mit langem Atem“

    Samir H. Köck

    Interview mit Wolfgang Puschnig zu seinem 60. Geburtstag. Puschnig nennt die sieben Jahre bei Airmail, der Band von Harry Pepl, als eines der Highlights seiner Laufbahn; Pepl ist nur ein Nebenthema des Gesprächs.

    mehr Die Presse (Online)

    die sieben Jahre bei Airmail, der Band des 2005 verstorbenen Gitarristen Harry Pepl

    Als Gitarrist war er außerhalb jeder Norm. Das hat mir phrasierungstechnisch einen neuen, flexibleren Zugang erschlossen.

    Wolfgang Puschnig

  12. 20. Mai 2016 · Interview

    Kleine Zeitung: „Der jazzverwandte Kosmopolit“

    Otmar Klammer

    Interview mit Wolfgang Puschnig zum 60. Geburtstag. Auf die Frage nach dem nachhaltigsten Einfluss nennt er an erster Stelle Harry Pepl, mit dem er sieben Jahre in Air Mail spielte; seine geplante Doppel-CD mit Duos versammelt auch Aufnahmen mit Freunden, die nicht mehr leben, wie Pepl und Hans Koller.

    mehr Kleine Zeitung

    Auf alle Fälle Harry Pepl, mit dem ich sieben Jahre in der Airmail-Band gespielt habe.

    Wolfgang Puschnig

  13. 12. Juli 2017 · Interview

    Kronen Zeitung (Steiermark): „Meine Stücke sind wie Räume“

    Matthias Wagner

    Interview mit Wolfgang Muthspiel vor seinem Konzert beim Judenburger Sommer. Die Kronen Zeitung erinnert daran, dass er mit 15 an der Grazer Musikhochschule aufgenommen wurde, zuerst klassisch bei Leo Witoszynskyj, dann auch im Jazz bei Harry Pepl.

    mehr Kronen Zeitung (Steiermark)

    zunächst klassisch bei Leo Witoszynskyj, dann auch Jazz bei Harry Pepl

  14. 3. August 2019 · Interview · EN

    christianmuthspiel.com (ORjazzTRA Vienna, Interviews): Interview zum ORjazzTRA Vienna

    Christian Muthspiel nennt vier Konzerte in Graz, die ihn zum Jazzmusiker machten: Albert Mangelsdorff solo, die Carla Bley Big Band, das Art Ensemble of Chicago und das Duo von Harry Pepl und Werner Pirchner.

    mehr christianmuthspiel.com (ORjazzTRA Vienna, Interviews)

    And not to forget the fourth concert: Harry Pepl and Werner Pirchner.

    Christian Muthspiel

  15. 29. Oktober 2020 · Interview

    Raiffeisenzeitung (Seite 24, Freizeit): „Salut to Jimi Hendrix“

    Manfred Horak

    Interview mit dem Gitarristen Harri Stojka zu seinem Album „Salut to Jimi Hendrix“.

    mehr Raiffeisenzeitung (Seite 24, Freizeit)

    Im Rückblick auf die 1970er Jahre zählt Stojka Harry Pepl mit Erich Kleinschuster, Fritz Pauer und Erich Bachträgl zu den herausragenden Musikern der damaligen österreichischen Jazzszene, mit der seine Rockband kaum Berührungspunkte hatte.

    Da gab es den Erich Kleinschuster, Fritz Pauer, Harry Pepl, Erich Bachträgl, das waren unglaubliche Musiker

    Harri Stojka

  16. 28. Jänner 2022 · Interview · EN

    The San Diego Union-Tribune (Online): „Austrian jazz guitar star Wolfgang Muthspiel jazzed about pending San Diego debut concert“

    George Varga

    Interview mit Wolfgang Muthspiel vor seinem ersten Konzert in San Diego.

    mehr The San Diego Union-Tribune (Online)

    Auf die Frage nach österreichischen Vorbildern nennt er neben Joe Zawinul seinen Lehrer Harry Pepl: einen wichtigen Gitarristen mit eigenem Klang, starkem Spiel und großem Zeitgefühl, für ihn eine internationale Figur mit eigener Stimme.

    There was also an important guitar player by the name of Harry Pepl, who was my teacher. He had a unique sound and was a heavy player, with a great sense of time.

    Wolfgang Muthspiel

    I think he was an international figure and definitely had his own voice.

    Wolfgang Muthspiel

  17. 20. März 2024 · Interview

    mica music austria (Online): „Uns geht es darum, Gegensätze in unserer Musik zu manifestieren.“ (Raphael Preuschl, Fabulous Austrian Trio, im mica-Interview)

    Michael Ternai

    Interview mit dem Bassisten Raphael Preuschl zum 20-jährigen Bestehen des Fabulous Austrian Trio mit Alex Machacek und Herbert Pirker.

    mehr mica music austria (Online)

    Über Machaceks Gitarrenspiel sagt er, es wolle die Grenzen eines Saiteninstruments aufheben, und erinnert dabei an Harry Pepls Stück „Man könnte Klavierspielen müssen“.

    Harry Pepl schrieb einst den Song ‚Man könnte Klavierspielen müssen‘. Ich glaube, es ist Alex’ Intention die Limitation eines Saiteninstruments aufzuheben und sich die Freiheit der Polyphonie eines Tasteninstruments anzueignen.

    Raphael Preuschl