Musikwissenschaft, Musikjournalismus, Herausgabe
Georg Pepl
Sohn von Harry Pepl, Editor und Herausgeber der Partituren seiner Real-time Compositions, darunter „Zeitraffer“.
Umfeld · Sohn
Älterer Sohn von Harry Pepl. Promovierter Musikwissenschafter (Universität Wien), lebt in Deutschland und arbeitet dort als Musikjournalist und Musikkritiker. Als Herausgeber machte er die am Computer eingespielten Real-time Compositions seines Vaters spielbar: Die per MIDI erzeugte Notation war in kleinsten Notenwerten zunächst kein brauchbares Notenbild, Georg Pepl editierte sie, teilte die Stimmen auf und ergänzte Spielanweisungen, so beim Streichquartett „Über Kurz oder Lang, Von der Weite und der Enge“ für das Artis-Quartett (1993). Laut Heckel hatte er an der Entstehung dieses Werks maßgeblich Anteil. Er schrieb die Werkbesprechung im Programmheft zur Uraufführung im Wiener Musikverein und die Liner Notes des Klavieralbums „Flow“ (1996). Ab Anfang der 1990er Jahre war er beim Notensatz der eigentliche Editor seines Vaters; für STUDIO PERCUSSION graz notierte er „Anspannen, Überspannen, Abspannen“ und die zur Gänze von Hand notierte Partitur von „Zeitraffer“ (Uraufführung 2000).
Stimmen
Harry Pepl genießt beim Klavierspiel das Aufgehenkönnen in der Stimmung des Augenblicks, das Eintauchen in einen anderen Zustand. Die Töne machen sich selbständig, strömen ganz von alleine, als Silent Water oder als Flow.
In seiner Titelgebung zeigt sich Pepl als zutiefst musikalischer und romantischer Künstler: Musikalisch ist sein Spielen mit der Sprache, das Lauschen auf ihren Rhythmus, ihre Doppeldeutigkeiten.
Der Improvisator löst sich auf in der Welt der Töne, der Klavierspieler verschmilzt mit dem Klavier, hört auf, Subjekt zu sein.
