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Harry Pepl * 1945  † 2005
Cover: Gegenwind

Cover und Gestaltung: Frieder Grindler; Fotos (Rückseite): Sepp Hofer, Herbert Pirchner

Formation · 1975 bis 1985

Jazzzwio

Das Duo von Harry Pepl und Werner Pirchner

Gitarre und Vibraphon, zwei Improvisatoren, die nach den Worten des Posaunisten Runo Ericksson spielten „like two people in love with each other“: Mit dem Jazzzwio machten Harry Pepl und Werner Pirchner zehn Jahre lang Furore, nach dem Nachruf in der Wiener Tageszeitung Der Standard „international zwischen Berlin und Montreux“. Höhepunkte sind das Konzert beim Montreux Jazz Festival 1981 (renommiertes Jazzfestival in der Schweiz), das ECM-Album (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) mit Jack DeJohnette und Auftritte auf den bedeutendsten Festivals in ganz Europa, von Berlin und Frankfurt über Zürich und Saalfelden bis Bozen und Niš, dazu 1985 in New York. Die Kronen Zeitung, Österreichs auflagenstärkste Tageszeitung, nannte die Live-Edition von 2009 einen Klassiker des österreichischen Jazz.

Harry Pepl Co-Leader mit Werner Pirchner, Gitarre

Tonträger Fragen und Antworten

Auf einen Blick

Besetzung
Harry Pepl (Gitarre), Werner Pirchner (Vibraphon, Marimba)
Aktiv
1975 bis 1985 (erste Duo-Probe 1975, letzte belegte Konzerte im Oktober 1985)
Erweitert
mit Jack DeJohnette (1980 bis 1982), Michael Di Pasqua (1984), Don Moye, Georg Polansky und Barry Altschul (alle 1985)
Wichtigste Auftritte
Montreux Jazz Festival (12. Juli 1981), Jazzfest Berlin (1981), Deutsches Jazzfestival Frankfurt (1982), Jazzfestival Bozen (1985), Naissus Jazz Niš (1985), New York (1985)
Tonträger
Gegenwind (1980), Live, Montreux '81 (1981), ECM 1237 (1983), Naissus Jazz 85 (1986), Live At Miles Smiles (2003), Live In Concerts (2009)
Labels
Mood Records, WEA, ECM, Diskos, Universal (EmArcy)
Schreibweisen
Jazzzwio, JazzZwio, Jazz Zwio, Zwio, Pirchner-Pepl-Jazzzwio

Wie das Duo entstand

1975 suchte Pepls Trio Hip Jargon ein Melodieinstrument, und Pepl holte den Vibraphonisten Werner Pirchner dazu, einen Autodidakten wie er selbst. Bei einer ersten Probe zu zweit spielten sie „Stella by Starlight“ und merkten sofort, dass sie gut miteinander spielen können.1 Daraus wurde das Jazzzwio. Nikolaus Kohler zählt es zu Pepls wichtigsten Formationen; eine „Band“ war es für Pepl selbst nicht, denn dazu gehörte für ihn eine komplette Rhythmusgruppe.2

Wichtig für Pepl und das Duo war der Jazzmoderator Walter Richard Langer, genannt „Warila“, der seit 1967 im ORF-Radio die einflussreichsten Jazzsendungen gestaltete, vor allem auf Ö3. In seine Fernsehreihe „Bourbon Street“ (1975 bis 1979) lud er Pepl mehrmals ein, auch mit Werner Pirchner; aus dem ORF-Archiv sind drei Bänder des Jazzzwio vom Oktober 1979 bekannt.3

Zwei Freunde

Das Jazzzwio war mehr als eine Arbeitsgemeinschaft: Harry Pepl und Werner Pirchner waren eng befreundet und verstanden sich auch abseits der Bühne sehr gut. Pirchner erinnerte sich an die erste Probe 1975: Man habe sich „von der ersten Sekunde an so gut verstanden“. „Dann haben wir gleich besprochen, daß wir mit den Familien auf Urlaub fahren, damit wir dort üben können. Der Harry war irgendwo ein ganz entscheidender Weggefährte, von dem ich sehr viel gelernt hab.“4 Die Familien fuhren gemeinsam auf Urlaub, und Werner Pirchner wurde Taufpate von Harrys Sohn Daniel Pepl, der heute den musikalischen Nachlass betreut.5 Auch Pirchners Bruder Herbert Pirchner gehörte zum Kreis: Er fotografierte für die Plattencover des Duos. Heimo Steps, Gründer von gamsbART (Grazer Konzertveranstalter), nannte Pepl 1985 das „musikalische Alter Ego“ Pirchners und erinnerte sich an eine Nacht nach einem Konzert im Grazer Jazzclub M 59 um 1977: Im leeren Saal philosophierten die drei bei Rotwein über Gott und die Welt, bis im Morgengrauen auf der Dachterrasse die Vögel zu singen begannen.6

Im Freien vor einer Bergkulisse mit Dorfkirche, vermutlich in Tirol: Werner Pirchner spielt Vibraphon, Harry Pepl Gitarre, im Vordergrund drängt sich eine Schafherde. 1970er Jahre. Fotografiert hat laut Daniel Pepl Werner Pirchners Bruder. Links Werner Pirchner am Vibraphon, rechts Harry Pepl mit der Gitarre.
Werner Pirchner und Harry Pepl zwischen Schafen, vermutlich in TirolFoto: Herbert Pirchner (vermutlich)

Gegenwind und Montreux

Am 1. und 2. Dezember 1979 nahmen die beiden am Bisamberg bei Wien das Album „Gegenwind“ auf: Pepl auf der Ovation-Gitarre, Pirchner an Vibraphon und Marimba und pfeifend. Die Stücke folgen einem Muster aus frei improvisierter Einleitung, Themen und Soli. ECM und Enja (Münchner Jazzlabel) lehnten das Band ab, Mood Records (Stuttgarter Jazz- und Rocklabel) brachte es 1980 heraus.7

Am 12. Juli 1981 spielte das Jazzzwio beim Montreux Jazz Festival, an einem Gitarrentag mit neun Formationen, vor ihnen das Trio von Biréli Lagrène, später am Abend unter anderen James Blood Ulmer. Der Mitschnitt erschien als LP „Live, Montreux '81“ bei WEA.8 Pepl erinnerte sich 1988: „Die waren alle begeistert. Eine Sensation eigentlich.“ Heimo Steps nannte die Platte 1985 „ein Hammer für Herz und Hirn, wenn du Herz und Hirn Amboß sein läßt“.6

Festivals, New York, Trio

Das Jazzzwio spielte in ganz Europa, darunter auf den bedeutendsten Festivals. Belegt sind das Montreux Jazz Festival (Schweiz), ein Festival in Zürich (Schweiz), bei dem der Posaunist Runo Ericksson die beiden kennenlernte, das Jazzfestival Saalfelden (Österreich), das Jazzfest Berlin, das Deutsche Jazzfestival Frankfurt und der NDR-Jazzworkshop in Hamburg (alle Deutschland), das Jazzfestival Bozen (Italien) und Naissus Jazz in Niš (damals Jugoslawien, heute Serbien).9

Im September 1980 stieg Jack DeJohnette beim Festival in Saalfelden (bedeutendes Jazzfestival im Salzburger Land) spontan ein; 1982 entstand das gemeinsame ECM-Album, das eine eigene Seite hat: Werner Pirchner / Harry Pepl / Jack DeJohnette.10 Das Jazzzwio spielte beim Jazzfest Berlin am 6. November 1981 (um 23 Uhr im Metropol; die Titelliste mit acht Stücken überliefert das Rockpalast-Archiv, ein privates Fanarchiv zur WDR-Sendung Rockpalast11), beim Deutschen Jazzfestival in der Alten Oper Frankfurt am 2. Oktober 1982 und mit Steve Swallow beim NDR-Jazzworkshop (NDR: Norddeutscher Rundfunk, öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt für Norddeutschland) mit der Family of Percussion.12 1985 erweiterte Don Moye vom Art Ensemble of Chicago das Duo zum Trio: Österreich-Tournee im März, Auftritt beim Festival „New Austria/New York“ im Ohio Theater in New York am 15. Mai, Jazzfestival Bozen im Juli.13 Am 12. Mai 1985 entstand im Wiener Club Miles Smiles mit Georg Polansky am Schlagzeug ein Mitschnitt, der 2003 als „Live At Miles Smiles“ erschien.14

Der Abend in New York war mehr als ein Gastspiel. Das Festival „Beyond the Sound of Music. New Austria / New York“ (15. bis 19. Mai 1985), vom steirischen herbst (Festival für zeitgenössische Kunst in Graz) mit dem Austrian Institute und dem Kunstort The Kitchen zum 40. Jahrestag der wiedererlangten Unabhängigkeit Österreichs ausgerichtet, holte die österreichische Gegenwartskunst nach New York, und das Jazzzwio eröffnete es. Intendant Peter Vujica verstand die Reise als Gegenbesuch: Laurie Anderson, Philip Glass, Steve Reich, Robert Wilson, Nam June Paik und das Art Ensemble of Chicago waren zuvor in Graz zu Gast gewesen.15 Im Programm standen neben Pepl, Pirchner und Moye die Autor:innen H. C. Artmann, Wolfgang Bauer, Alfred Kolleritsch, Ingeborg Day und Jürg Laederach, deren Lesungen die amerikanischen Schriftsteller John Irving und Walter Abish präsentierten, der Komponist Otto M. Zykan, der Bildhauer Hartmut Skerbisch, Heinz Cibulka, Othmar Krenn, Dieter Kaufmann mit dem K und K Experimentalstudio, der Filmemacher Ernst Schmidt jr. und die Grazer Gruppe Blizz Frizz mit dem New Yorker Gitarristen Rhys Chatham, dazu 13 Architekt:innen und sechs Fotograf:innen. Das Programmheft zeigt Pepl mit der Gitarre, Pirchner am Vibraphon und Moye im Bühnenkostüm.16

Air, Love & Vitamins im Duo

Pepls bekannteste Komposition „Air, Love & Vitamins“, heute ein Standard des österreichischen Jazz, erschien 1983 zuerst im Trio mit Jack DeJohnette bei ECM. Im selben Jahr spielte das Jazzzwio das Stück im Duo in der Szene Wien für die ORF-Jugendsendung „Ohne Maulkorb“ (ORF, der Österreichische Rundfunk).

Jazzzwio: „Air, Love & Vitamins“, ORF 1983

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Harry Pepl und Werner Pirchner in der Szene Wien, aufgezeichnet für „Ohne Maulkorb“. YouTube-Kanal Fullmax Recordings.

Das Ende

Die letzten belegten Konzerte spielte das Jazzzwio im Oktober 1985: am Mittwoch, 23. Oktober, in Kindberg in der Reihe „Mürztaler Werkstatt“ des steirischen herbstes, am Donnerstag, 24. Oktober, mit einem nicht genannten Gast im Katholischen Studentenhaus Münzgraben in Graz und am 28. Oktober in Niš, dort mit Barry Altschul und Walter Schmocker.17 Kohler nennt außerdem ein Konzert am 10. Oktober 1985 in Graz, das im Archiv des Festivals nicht verzeichnet ist. Danach gingen die beiden eigene Wege, Pirchner wandte sich vor allem der Komposition zu. Elfriede Pirchner beschreibt das Ende als einvernehmlichen, organischen Prozess.18 Werner Pirchner starb 2001. Als im Dezember 2005 auch Pepl starb, würdigten die Nachrufe das Duo noch einmal. Ralf Dombrowski schrieb in der Süddeutschen Zeitung: „Im Dialog führten die beiden die kammerjazzige Kleinform zu einer bislang ungeahnten kommunikativen Intensität.“19 Michael Tschida erinnerte in der Kleinen Zeitung an die Lust der beiden am Komischen und schrieb: „Seriöser war das Komische im Jazz nie.“20

Die Aufnahmen heute

2009 erschien bei Universal „Live In Concerts“ mit den Konzerten von Montreux 1981 und Innsbruck 1984 auf CD und DVD. Daniel Pepl hatte die Bänder und das Video zwischen Sommer 2007 und Herbst 2008 aufbereitet.21 Die Kritik nannte die Edition einen Klassiker des österreichischen Jazz. 2007 widmete das Christian Muthspiel Trio dem Repertoire von Pirchner und Pepl das Album „Against The Wind“. Am Montag, 23. Dezember 2013, stellten der Vibraphonist Matthias Legner und der Bassist Clemens Rofner als „Jazzzwio Legner-Rofner“ im Gemeindemuseum Absam (Tirol) ausgewählte Stücke des Duos vor, um die „leider oft übersehenen Pepl-Pirchner-Jazztunes zeitgemäß in Erinnerung“ zu rufen.22

Für die Brüder Wolfgang und Christian Muthspiel war das Jazzzwio ein früher Anstoß. „Wenn Pirchner/Pepl gespielt haben, war das ein Ereignis“, erinnerte sich Wolfgang Muthspiel an ein Konzert 1982 in Graz. „Ich habe persönlich noch sehr gut Pepls lawinenartige Improvisationen in Erinnerung, wo es immer irgendwie ‚gefährlich‘, heiß wurde. Seine immense rhythmische Kraft war unglaublich.“ Bis zu seinem Wechsel ans New England Conservatory in Boston 1986 studierte er bei Pepl in Graz.23 Christian Muthspiel ergänzte: „Durch das ‚Jazz-Zwio‘ erfuhr ich, dass man in dieser Musik tatsächlich genau das machen konnte, was man selbst wollte.“ 2001/02 gingen die Brüder mit dem Programm „Muthspiel & Muthspiel play Pepl-Pirchner“ auf Österreich-Tournee, als Tribut an das Duo und an den 2001 verstorbenen Pirchner.24

Anmerkungen und Quellen (24)
  1. Kohler 2006, S. 70 bis 71 (Interview 1-20). ↩
  2. Kohler 2006, S. 139. ↩
  3. Angabe Daniel Pepl, 16.10.2026; Christa Bruckner-Haring, European Journal of Musicology 16/1 (2017), S. 150 bis 152; Kohler 2006, S. 72. ↩
  4. Werner Pirchner, „JazzZwio“, Text auf wernerpirchner.com (Edition Werner Pirchner). ↩
  5. Daniel Pepl in Ö1, Spielräume Spezial, 25.09.2020 (Freundschaft der Familien, Taufpate); gemeinsame Urlaube: Angabe Daniel Pepl, 16.10.2026. ↩
  6. Heimo Steps, „Der Riese aus dem Fuchsloch“, Sterz Nr. 32, 1985, online auf wernerpirchner.com. ↩
  7. Kohler 2006, S. 70 bis 75; Rückseite der LP „Gegenwind“ (Mood Records). ↩
  8. Kohler 2006, S. 76 bis 78; Montreux Jazz Festival Database, Konzert 677. ↩
  9. Kohler 2006, S. 47 bis 48 und 76 bis 88; Angabe Daniel Pepl, 16.10.2026. ↩
  10. Kohler 2006, S. 82. ↩
  11. Sounds, Heft 10, Oktober 1981, S. 64 (Anzeige der Berliner Festspiele); Rockpalast-Archiv, abgerufen 19.10.2026. ↩
  12. Kohler 2006, S. 86 bis 87. ↩
  13. Kohler 2006, S. 85 bis 88; New York Times, 18.05.1985 (bei Kohler zitiert). ↩
  14. Kohler 2006, S. 83 bis 85. ↩
  15. Peter Vujica, „Beyond the Sound of Music“, Austrian Information (Austrian Press and Information Service, New York), Volume 38, Nr. 4, 1985, S. 3 bis 4 (Google Books). ↩
  16. Programm und Fotos, Austrian Information, Volume 38, Nr. 4, 1985, S. 5 bis 6. ↩
  17. Kohler 2006, S. 88; LP „Naissus Jazz 85“ (Diskos, 1986); Archiv des steirischen herbstes, Projekte 1511 (Kindberg, 23.10.1985) und 1385 (Graz, 24.10.1985), abgerufen 19.10.2026. ↩
  18. Kohler 2006, S. 90; Heckel 2024, S. 84. ↩
  19. Ralf Dombrowski, Nachruf „Verstummte Saiten“, Süddeutsche Zeitung, 07.12.2005, S. 17. ↩
  20. Michael Tschida, Nachruf „Auch die 2. Hälfte vom ‚Jazzzwio‘ ist nicht mehr“, Kleine Zeitung, 06.12.2005, S. 55. ↩
  21. Concerto 2/2009, S. 44; Kronen Zeitung, 20.03.2009, S. 36. ↩
  22. MeinBezirk.at, Hall-Rum, 12.12.2013 (Ankündigung). ↩
  23. Martin Schaberl, Magisterarbeit über Wolfgang Muthspiel, Kunstuniversität Graz 2004, S. 13 bis 14; ECM Records, Biografie Wolfgang Muthspiel (online). ↩
  24. Andreas Felber, „DuoDue: Muthspiel & Muthspiel spielen die Musik von Pirchner & Pepl“, Programmtext des treibhaus Innsbruck, um 2002 (online). ↩

Stimmen

international zwischen Berlin und Montreux mit einer subtilen und intensiven Form der Kammermusik Furore machte

Ljubiša Tošić, Der Standard Nachruf „Harry Pepl 1945 - 2005“, Der Standard, 06.12.2005, S. 25 (Datum und Seite laut Heckel 2024, Fn. 26); über das Duo mit Werner Pirchner

they play like two people in love with each other

Runo Ericksson Liner Notes zu Runo Ericksson's Omnibus, Four Leave Records, 1981; zitiert in Kohler 2006, S. 49

Wenn es Klassiker des österreichischen Jazz gibt, hier ist einer!

Kronen Zeitung (Kürzel MG) Kurzkritik zu „Live in Concerts“, Kronen Zeitung, 20.03.2009, S. 36

Zwei originelle heimische Musiker, die beide viel zu früh gehen mussten und unvergessen sind

Kurier Kurzbesprechung „JAZZZWIO: Harry Pepl & Werner Pirchner“, Kurier, 18.01.2009, S. 38

Wir spielten ‚Stella by Starlight‘, und merkten sofort: So ist es, wir können gut miteinander spielen. Dann hat es eigentlich angefangen mit dem Jazzzwio.

Über die erste Probe im Duo mit dem Vibrafonisten Werner Pirchner 1975, den Beginn des Jazzzwio; „Stella by Starlight“ ist ein Jazzstandard

Harry Pepl Über die erste Duo-Probe mit Werner Pirchner 1975; Gespräch mit Nikolaus Kohler (Interview 1-20), zitiert in Kohler 2006, S. 71

And not to forget the fourth concert: Harry Pepl and Werner Pirchner.

Christian Muthspiel christianmuthspiel.com (ORjazzTRA Vienna, Interviews), 3. August 2019

Werner Pirchner und Harry Pepl, sie waren perfektionistische Charakterköpfe, die keine halben Sachen machten.

Andreas Felber Liner Notes zu Against The Wind, EmArcy / Universal, 2007

Während die jungen Improvisatoren der JazzWerkstatt Wien nach Hans Koller auch Harry Pepl für sich entdecken und so zur Vaterfigur der österreichischen Szene adeln

Andreas Felber Liner Notes zu Against The Wind, EmArcy / Universal, 2007

Tonträger

Hören und sehen

Gegenwind, Jazzzwio

1979 · Aus der LP „Gegenwind“

Harry Pepl (Gitarre) und Werner Pirchner (Vibraphon), Titelstück des ersten Jazzzwio-Albums.

Jazzzwio: White Smoke (Gegenwind, 1980)

1980 · Mood Records, 1980

„White Smoke“ (Harald Pepl und Werner Pirchner), Titel 4 des Albums „Gegenwind“ des Jazzzwio (Mood Records, 1980), 5:10 Minuten. Daniel Pepl schlug es 2020 für die Ö1-Sendung als Alternative vor, weil es „so unglaublich ausgecheckt“ sei.

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Werner Pirchner, Harry Pepl, Jack DeJohnette: Air, Love And Vitamins (Werner Pirchner, Harry Pepl, Jack DeJohnette, 1983)

1983 · ECM Records, 1983

„Air, Love And Vitamins“ (Harry Pepl), Titel 2 des ECM-Albums von Werner Pirchner, Harry Pepl und Jack DeJohnette (1983, digital neu gemastert und 2019 digital wiederveröffentlicht), 7:19 Minuten. Fassung mit Jack DeJohnette, 2020 für die Ö1-Sendung vorbereitet.

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Jazzzwio: Air, Love And Vitamins (Live In Concerts (Montreux 1981, Innsbruck 1984), 2009)

2009 · Universal, 2009

„Air, Love And Vitamins“ (Harry Pepl), Titel 9 des Albums „Live In Concerts“ des Jazzzwio (Universal, 2009, Konzertmitschnitte Montreux 1981 und Innsbruck 1984), Harry Pepl und Werner Pirchner ohne Jack DeJohnette, 6:27 Minuten. Alternative Fassung, 2020 für die Ö1-Sendung vorbereitet.

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Auswahl von Harry Pepl auf Spotify, nicht nur aus diesem Projekt.

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Harry Pepl & Werner Pirchner · JazzZwio live at Montreux 1981 (Part 1)

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YouTube: Fullmax Recordings, 6. Dezember 2020

Harry Pepl & Werner Pirchner · Air, Love & Vitamins (ORF Vienna 1983)

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YouTube: Fullmax Recordings, 1. April 2020

Harry Pepl & Werner Pirchner · JazzZwio interview and performance (ORF Vienna 1983)

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YouTube: Fullmax Recordings, 1. April 2020

Harry Pepl & Werner Pirchner · JazzZwio live at Montreux 1981 (Part 2)

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YouTube: Fullmax Recordings, 5. Dezember 2020

JazzZwio - Harry Pepl, Werner Pirchner - new CD/DVD "JazzZwio - Live In Concerts" at TV...

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YouTube: Fullmax Recordings, 1. Februar 2009

Naissus jazz festival ' 85 - Barry Altschul,Harry Pepl,Werner Pirchner,Walter Schmocker "The Theme"

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YouTube: Dusan Classica, 22. November 2013

Fragen und Antworten

Was ist das Jazzzwio?

Das Duo des Gitarristen Harry Pepl und des Vibraphonisten Werner Pirchner, aktiv von 1975 bis 1985. Es spielte in ganz Europa, darunter auf den bedeutendsten Festivals wie Montreux, Berlin, Frankfurt und Saalfelden, und 1985 in New York und gilt als eine der wichtigsten Formationen im Werk beider Musiker.

Wann wurde das Jazzzwio gegründet?

Nikolaus Kohler datiert den Beginn auf 1975, als Pepl Werner Pirchner zu seinem Trio Hip Jargon holte und die beiden erstmals im Duo spielten. Andere Quellen nennen 1977 oder 1978. Die letzten belegten Konzerte fanden im Oktober 1985 statt.

Wann spielte das Jazzzwio in Montreux?

Am 12. Juli 1981 beim Montreux Jazz Festival (renommiertes Jazzfestival in der Schweiz). Der Mitschnitt erschien als LP „Live, Montreux '81“ (WEA) und 2009 mit Video auf „Live In Concerts“.

Spielte Jack DeJohnette im Jazzzwio?

Ja, als Gast. Er stieg im September 1980 beim Festival in Saalfelden (bedeutendes Jazzfestival im Salzburger Land) spontan ein, 1982 entstand das ECM-Album (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) Werner Pirchner / Harry Pepl / Jack DeJohnette. Pepl nannte diese Besetzung „Jazzzwio und noch wer“.

Welche Aufnahmen gibt es vom Jazzzwio?

Gegenwind (Mood Records, Stuttgarter Jazz- und Rocklabel, 1980), Live, Montreux '81 (WEA, 1981), das ECM-Trio-Album (ECM: renommiertes europäisches Jazzlabel) mit Jack DeJohnette (1983), Naissus Jazz 85 (Diskos, 1986), Live At Miles Smiles (Universal, 2003) und Live In Concerts mit CD und DVD (Universal, 2009).

Wer war Werner Pirchner?

Vibraphonist und Komponist (1940 bis 2001), als Musiker wie Pepl Autodidakt. Nach dem Ende des Jazzzwio wandte er sich vor allem der Komposition zu.

Waren Harry Pepl und Werner Pirchner befreundet?

Ja, eng. Die beiden verstanden sich auch privat sehr gut, die Familien fuhren gemeinsam auf Urlaub, und Werner Pirchner war Taufpate von Harry Pepls Sohn Daniel Pepl.

In der Chronik

In der Presse

Alle 103 Pressestimmen zu Jazzzwio