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Harry Pepl * 1945  † 2005
Farbfoto: Harry Pepl mit grauem Bart und dunklem Oberteil sitzt in seinem Tonstudio zwischen Holzregalen, Kopfhörern und Studiogeräten, hebt den Daumen und blickt zur Seite; unten im Bild der Hals einer E-Gitarre.
Harry Pepl in seinem Heimstudio in HernsteinFoto: Andrea Wogowitsch

Formation · 1995 bis 2005

Harry Pepl's Lonely Single Swinger Band

Die Ein-Mann-Band im Heimstudio Hernstein

Nach zwei Hirnblutungen zog sich Harry Pepl Mitte der 1990er Jahre aus der Öffentlichkeit zurück und wurde seine eigene Band. Im Kellerstudio seines Hauses in Hernstein, Niederösterreich, spielte er Schlagzeug, Gitarren, Bass über die MIDI-Gitarre, Klavier und Scat-Gesang Spur für Spur selbst ein, jede Spur improvisiert und auf die vorige reagierend. Stefan Heckel spricht von einem „umfangreichen Opus“, Pepl selbst von so vielen Aufnahmen, dass er „überhaupt nichts mehr“ wisse. Seit 2015 erscheint die Musik bei Fullmax Recordings, seit 2018 bringt sie die Live-Formation Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band auf die Bühne.

Harry Pepl alle Instrumente: Gitarre, MIDI-Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Gesang

Tonträger Fragen und Antworten

Auf einen Blick

Besetzung
Harry Pepl allein: Gitarre, MIDI-Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Bass-Sample, Gesang
Zeitraum
etwa 1995 bis 2005
Ort
Kellerstudio im Haus in Hernstein, Niederösterreich
Methode
Real-time Composing: improvisierte Spuren, aufeinander reagierend, ohne Noten
Veröffentlicht
Doppel-CD (2015), Art of Trio Vol. 1 (2019), Volume One (2020), Live (2025), alle bei Fullmax Recordings
Schreibweisen
Harry Pepl's Lonely Single Swinger Band, Lonely Single Swinger Band, LSSB

Wie es dazu kam

Nach zwei Hirnblutungen, 1989 und 1994, zog sich Pepl ab 1994/95 ganz vom Tourleben und aus der Öffentlichkeit zurück. Für ihn war das sehr schmerzlich und tragisch, doch er machte für sich das Beste daraus. Zuerst spielte er Klavier, weil ihm die Gitarre nun zu analytisch war: Auf ihr habe er nur noch „den analytischen Blick auf Technik und Fingersätze“ gehabt und sei „nicht mehr frei genug“ gewesen.1 So entstanden die Klavieralben „Consequence“ und „Flow“. Dann fand er im Kellerstudio in Hernstein mit der Lonely Single Swinger Band zu einer eigenen Logik: einer Band, in der er alle Instrumente selbst spielte und im Zusammenspiel mit sich selbst improvisierte. So blieb er bis 2005 höchst produktiv.2

Dabei half ihm sein jüngerer Sohn Daniel Pepl, der damals zuhause wohnte, in Wien studierte und selbst das Produzieren erkundete. Ab 1995/1996 bis zum Tod seines Vaters war er als Tontechniker bei den Aufnahmen, beim Mixing und beim Mastering dabei; Mixing und Mastering machte Harry Pepl dann selbst.3

Der Name

Den Namen erklärte Pepl sinngemäß damit, dass alle Stücke irgendwie Single und traurig seien, und swingen oder nicht swingen tue es auch.4

Wie die Aufnahmen entstanden

Meist spielte Pepl zuerst das Schlagzeug live ein, dann halbakustische Gitarre und Kontrabass, den er als Sample über die MIDI-Gitarre spielte, dann Klavier oder Keyboard und Gesang; so entstanden vor allem Trios und Quartette, alle Instrumente von ihm.5 Das Verfahren ist das Real-time Composing: improvisierte Spuren, aufeinander reagierend aufgenommen, ohne Noten. Die Titel gab er sofort nach der Aufnahme, manche Stücke bewertete er mit Sternen, eine Auswahl brannte er auf CDs, etwa die „Weihnachts-CD 1999“ mit „Frischwärts“, „Colon Meets Jane“ und „Fugendichtung“.6 Kohler beschreibt eine große Bandbreite: Klavierstücke mit und ohne Schlagzeug, Kammermusik, Neue Musik, „Normaljazz“, schöne Melodien, Klanglandschaften und Gitarrentrios.7 Im August 2004 entstand etwa „Dedicated to Michel Noiret's Stockhausen“, angeregt von einem ARTE-Film über die Tänzerin Michèle Noiret.8

Das Ergebnis wirkt paradox: Die Spuren entstanden nacheinander und allein, und doch klingen sie, als käme eine improvisierende Jazzband gerade gemeinsam herein, verdichte sich und reagiere im Augenblick aufeinander. Heckel grenzt das von älteren Overdub-Aufnahmen ab, etwa von Lennie Tristano oder von Bill Evans’ „Conversations with Myself“ (1963): Pepl reagierte über mehrere aufeinander folgende Takes auf sich selbst und fügte so virtuelle Mitspieler hinzu.9 Daniel Pepl hört darin fast das Wayne Shorter Quartet mit Danilo Pérez, John Patitucci und Brian Blade, das für sein kollektives, schwebendes Verdichten bekannt ist.10 Ausführlich eingeordnet ist das auf der Seite Das Paradox der Gleichzeitigkeit.

Was erhalten ist

Das Material entstand und lag im Haus in Hernstein, Niederösterreich, auf ADAT und Festplatte; heute verwahrt es sein Sohn Daniel Pepl in Wien. Von 1995 bis 2005 nahm Pepl täglich auf, zunächst auf ADAT, dem digitalen Mehrspur-Bandformat, ab 2002 auch direkt per Harddisk-Recording; Gitarre, Bass, Klavier und Schlagzeug liegen als getrennte Spuren bzw. Instrumentengruppen (Stems) vor.11 Pepl dokumentierte seine Aufnahmen selbst wie ein Archivar: Er gab den Stücken gleich nach der Aufnahme Titel, brannte fertige Mischungen auf CDs und bewertete viele mit Sternen.12 In Aktenordnern hielt er nach einem System von einem bis fünf Sternen Tag, Monat und Jahr fest, welche Spuren, welchen Mix und teils den Titel. Die ADAT-Spuren benannte er immer nach derselben Logik: Drums-Summe, Bass, Gitarre und Klavier, vier Stereospuren. Aufgenommen wurde über das Yamaha-Digitalpult 03D auf ADAT; per Steinberg-Timecode synchronisierte er einen Apple-Rechner, der parallel MIDI-Instrumente ansteuerte, und speicherte den Mix digital auf DAT, später auf einem CD-Recorder. Ab 2002 nahm er per Harddisk-Recording direkt am PC auf.13 Die genaue Gerätekette und der Signalfluss werden derzeit dokumentiert. Stefan Heckel hat „Frischwärts“ (1999) in seiner Dissertation ausführlich untersucht.14

Veröffentlichungen und Bühne

Erstmals live erklang die Musik 2004 in der „Habanero-Slideshow“ des Jazzfotografen Rainer Rygalyk, benannt nach den scharfen Habanero-Chilis, mit denen Pepl gern kochte: am 17. September im Wiener Jazzclub Blue Tomato und am 4. November beim Salzburger Jazzherbst im ORF-Landesstudio Salzburg (ORF: österreichischer öffentlich-rechtlicher Rundfunk). Junge Bläser improvisierten zu Pepls Spuren und Rygalyks Bildern, in Salzburg Lorenz Raab (Trompete), Wolfgang Schiftner und Clemens Salesny (Saxophon), Pepl war dabei. Die APA (Austria Presse Agentur, Österreichs nationale Nachrichtenagentur) nannte die Show „das zweite wirklich riskante Projekt“ unter den österreichischen Konzerten des Festivals.1516

Schwarzweißfoto von der Probe zur „Habanero-Slideshow“ beim Salzburger Jazzherbst im November 2004. Die Show von Rainer Rygalyk und Harry Pepl brachte 2004 erstmals Musik der Lonely Single Swinger Band mit Live-Musikern auf die Bühne. Harry Pepl (rechts) erklärt den jungen Jazzmusikern Lorenz Raab (Trompete, links), Wolfgang Schiftner (Saxophon, Mitte) und Clemens Salesny (hinten) seine Musik und seine Konzepte. Salesny wurde später zur zentralen Figur der Live-Aufführungen dieser Musik. Namen laut Bildunterschrift der früheren Website harrypepl.com. Von links nach rechts: Lorenz Raab, Wolfgang Schiftner, Clemens Salesny und Harry Pepl.
Harry Pepl erklärt seine Musik: Probe beim Salzburger Jazzherbst 2004Foto: Rainer Rygalyk

Bei der Probe erklärte Pepl Raab, Schiftner und Salesny seine Musik und seine Konzepte. Clemens Salesny wurde später zur zentralen Figur der Live-Aufführungen: Seit 2015 gestaltet er mit Martin Bayer die Projekte mit Pepls Originalspuren und leitet die Live-Formation.17

Zum zehnten Todestag erschien 2015 die Doppel-CD, deren erste CD Aufnahmen der Lonely Single Swinger Band enthält. Beim Austrian Soundcheck im Orpheum in Graz, Österreich, im November 2015, wo ein Quartett um Clemens Salesny mit diesen Aufnahmen spielte, war Pepl nach den Worten der Kronen Zeitung, Österreichs auflagenstärkster Tageszeitung, „als Multiinstrumentalist virtuell zugegen, mit jenen späten Aufnahmen aus dem Heimstudio, auf denen er zum puren, intuitiven Ausdruckslaut vorstieß“.18 Fullmax Recordings veröffentlichte 2019 die EP „Lonely Single Swinger Band (Art of Trio, Vol. 1)“ und 2020 „Harry Pepl's Lonely Single Swinger Band (Volume One)“. Seit 2018 spielt die Live-Formation mit den Originalspuren. Nach ihrem Konzert beim Austrian Soundcheck im Grazer Musiklokal Tube’s im November 2018 schrieb Otmar Klammer in der Kleinen Zeitung: „Der eigentliche fünfte Mann, der diese Musik einst auf Instrumenten sonder Zahl in Echtzeit komponierte, wird in wenigen Tagen auch schon 13 Jahre schmerzlich vermisst.“19 Ihr Album „Live“ kam beim Österreichischen Jazzpreis 2025 (Auszeichnung für Jazz aus Österreich) auf den zweiten Platz in der Kategorie Best Album.

Anmerkungen und Quellen (19)
  1. Heckel 2024, S. 72 bis 76 und 151 f.; Kohler 2006, S. 147; Martin Schuster, „Man könnte Klavierspielen müssen“, Concerto 2/1998, S. 44, zitiert bei Kohler 2006, S. 129; Rückzug ab 1994/95: Daniel Pepl in Concerto 2/2009, S. 44, und in Ö1, Spielräume Spezial, 25.09.2020. ↩
  2. Heckel 2024, S. 152 und 154; Kohler 2006, S. 133 bis 136. ↩
  3. Booklet „Flow“, PAO Records 1996 (Schnitt: Daniel Pepl, Stephen Ferguson); Heckel 2024, S. 166; Tontechnik: Daniel Pepl in Concerto 2/2009, S. 44; ab 1995/1996: nach Angaben der Familie (Daniel Pepl, 17.10.2026). ↩
  4. Kohler 2006, S. 133 (Interview 1-70). ↩
  5. Heckel 2024, S. 259 bis 260 (Interview Martin Bayer). ↩
  6. Heckel 2024, S. 154, 158 bis 159. ↩
  7. Kohler 2006, S. 135. ↩
  8. Heckel 2024, S. 272. ↩
  9. Heckel 2024, S. 32 bis 34 und 61. ↩
  10. Hörvergleich von Daniel Pepl, 17.10.2026. ↩
  11. Heckel 2024, S. 84, 159, 259; Daniel Pepl in Concerto 2/2009, S. 44; Einzelheiten zu ADAT, Harddisk-Recording ab 2002 und Spuren: Auskunft Daniel Pepl, 17.10.2026. ↩
  12. Heckel 2024, S. 5 und 160. ↩
  13. Nach Angaben der Familie (Daniel Pepl, 17.10.2026); ADAT und Harddisk-Recording auch bei Heckel 2024, S. 62 und 84. ↩
  14. Heckel 2024, S. 158 bis 168. ↩
  15. Heckel 2024, S. 154 bis 156. ↩
  16. APA-Basisdienst, 06.11.2004 (APA0059, Christoph Lindenbauer); Programm, Kronen Zeitung, 04.11.2004, S. 35; Ankündigung IG Jazz Wien, Blue-Tomato-Archiv, 17.09.2004; Heckel 2024, S. 154 bis 156 (Name nach den Habanero-Chilis). ↩
  17. Foto: Rainer Rygalyk; Namen laut Bildunterschrift der früheren Website harrypepl.com; Heckel 2024, S. 156, 163 bis 170. ↩
  18. „Kritik in Kürze“ (Kürzel MW), Kronen Zeitung, 15.11.2015, S. 56. ↩
  19. Otmar Klammer, „Auratisch: Zwei fünfte Männer“, Kleine Zeitung, 15.11.2018, S. 55. ↩

Stimmen

Ich habe so viele Aufnahmen, aber das ist eh gut, wie hat der eine gesagt: Soll ich nur Rasenmähen? Umgekehrt ist es auch verrückt, weil ich das dauernd mache und dauernd so drauf bin. Für mich ist es angenehm, nicht auftreten zu müssen, dass ich den Stress nicht habe, ob es jemandem gefällt oder nicht. Ich kann spielen, und es gefällt einmal mir, so wie es ist.

Über seine täglichen Aufnahmen im Heimstudio in Hernstein, Niederösterreich, in denen er als Lonely Single Swinger Band alle Instrumente selbst spielte; Mitte der 1990er Jahre hatte er sich von der Bühne zurückgezogen

Harry Pepl Über die Aufnahmen im Heimstudio; Gespräch mit Nikolaus Kohler (Interview 1-73), zitiert in Kohler 2006, S. 134

alle Stücke irgendwie Single sind und traurig, und swingen oder nicht swingen tuts auch

Seine Erklärung des Namens „Lonely Single Swinger Band“ für die Ein-Mann-Band im Heimstudio, Gespräch 2005

Harry Pepl Zur Erklärung des Namens „Lonely Single Swinger Band“ (Fragment); Gespräch mit Nikolaus Kohler (Interview 1-70), zitiert in Kohler 2006, S. 133

Eigentlich spiele ich immer, und wenn ich das aufnehmen kann, ist das immer wie ich drauf bin, auch stimmungsmäßig. Also das find ich total gut, dass ich immer den Moment erwische.

Über seine Aufnahmen im Heimstudio in Hernstein, Niederösterreich, wo er ab Mitte der 1990er Jahre als Ein-Mann-Band alle Instrumente selbst spielte

Harry Pepl Über die Aufnahmen im Heimstudio; Gespräch mit Nikolaus Kohler (Interview 2-32), zitiert in Kohler 2006, S. 134

Das bin ich, das habe alles ich eingespielt

Antwort an den Trompeter Herbert Joos, der eine seiner Mehrspuraufnahmen aus dem Heimstudio mit der ORF-Bigband verglich

Harry Pepl Antwort an Herbert Joos, der eine Mehrspuraufnahme mit der ORF-Bigband verglich; erzählt von Clemens Salesny im Interview mit Stefan Heckel (20.09.2018), Heckel 2024, S. 239

Kunst ist für mich kein Spiel, sondern sie ist der letzte Ort der Transzendenz.

Selbstaussage über seine Ästhetik, 1996

Harry Pepl Selbstaussage 1996, zitiert bei Günther 1997, S. 824 (bei Kohler 2006 auch als „Bernhard 1997“ angegeben), und bei Kohler 2006, S. 135

Tonträger

Hören und sehen

Nach Saalfelden, Lonely Single Swinger Band

2002

Harry Pepl spielt alle Instrumente selbst, Spur für Spur nacheinander in seinem Heimstudio in Hernstein, Niederösterreich, und doch setzt die Musik ein wie eine Band: Eine tiefe Lage beginnt allein, nach 18 Sekunden kommen die übrigen Stimmen hinzu, die Musik verdichtet sich bis gegen Minute zwei, nimmt zurück und baut ein zweites Mal auf. Aus Pepls Weihnachts-CD 2002.

Auswahl von Harry Pepl auf Spotify, nicht nur aus diesem Projekt.

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Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band - Short Documentary (with English subtitles)

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YouTube: Martin Bayer, 26. Februar 2020

Rainer Rygalyk und Harry Pepl: Meckis Dm Special (Slideshow)

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 4. Dezember 2010

Rainer Rygalyk und Harry Pepl: Fun Fare (Slideshow)

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 4. Dezember 2010

Rainer Rygalyk und Harry Pepl: Single Swinger Band (Slideshow)

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 4. Dezember 2010

Rainer Rygalyk und Harry Pepl: Scratch Match (Slideshow)

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 4. Dezember 2010

Rainer Rygalyk und Harry Pepl: M Trp J. Psh (Slideshow)

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 4. Dezember 2010

Rainer Rygalyk und Harry Pepl: The Crow (Slideshow)

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 4. Dezember 2010

Rainer Rygalyk und Harry Pepl: Scratchmo (Slideshow)

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 4. Dezember 2010

Rainer Rygalyk und Harry Pepl: Piano Brush (Slideshow)

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 4. Dezember 2010

Rainer Rygalyk, Harry Pepl, Helmut Strobl: Offenes Atelier L4

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YouTube: milesrossi (Rainer Rygalyk), 9. Oktober 2013

Fragen und Antworten

Was ist die Lonely Single Swinger Band?

Harry Pepls Ein-Mann-Band: Ab Mitte der 1990er Jahre spielte er im Heimstudio in Hernstein alle Instrumente Spur für Spur selbst ein, improvisiert und ohne Noten.

Warum spielte Pepl ab Mitte der 1990er Jahre allein im Studio?

Nach zwei Hirnblutungen, 1989 und 1994, verabschiedete er sich vom Tourleben und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Er machte das Beste daraus: zuerst am Klavier, dann mit der Lonely Single Swinger Band, höchst produktiv bis 2005. Sein Sohn Daniel Pepl half ihm dabei als Tontechniker.

Woher kommt der Name?

Pepl erklärte ihn sinngemäß damit, dass alle Stücke irgendwie Single und traurig seien, und swingen oder nicht swingen tue es auch.

Wie entstanden die Aufnahmen?

Meist zuerst das Schlagzeug, dann Gitarre und Bass über die MIDI-Gitarre, dann Klavier und Gesang. Jede Spur ist improvisiert und reagiert auf die vorige; die Titel gab Pepl sofort nach der Aufnahme.

Wo kann man die Musik hören?

Auf den Veröffentlichungen von Fullmax Recordings: der Doppel-CD 2015, „Art of Trio, Vol. 1“ (2019), „Volume One“ (2020) und dem Live-Album 2025, alle auch digital.

Wird die Musik heute live gespielt?

Ja. Seit 2018 improvisiert die Formation Harry Pepl (tape) & The (Lonely) Single Swinger Band live mit den Originalspuren.

In der Chronik

In der Presse

Alle 6 Pressestimmen zu Harry Pepl's Lonely Single Swinger Band